780 Teilnehmer gehen beim Kellerwald Bikemarathon an den Start

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In Gilserberg hat am Wochenende offiziell die Fahrradsaison in Deutschland begonnen.

Gilserberg. Am Wochenende wurde das Hochland zum Mekka der Mountainbiker. Bereits zum 21. Mal eröffnete der Kellerwald-Bikemarathon traditionell die Saison der Querfeldeinfahrer in Deutschland. Diesmal gingen etwa 780 Teilnehmer an den Start, darunter zahlreiche Fahrer aus den Niederlanden und Belgien. Auf acht unterschiedlichen Distanzen maßen sich Jung und Alt im Rennen mit den modernen Drahteseln – den Auftakt machten die Langstreckler.

„Da sieht man, wie man über den Winter gekommen ist“, sagte Ralf Kropp aus Hameln (Niedersachsen), der sich gleich drei Runden durch den Kellerwald vorgenommen hatte und dafür 127 Kilometer strampeln musste. „Ich bin schon das sechste Mal hier“, schwärmte Jens Schuhmann aus Wildflecken (Bayern) und freute sich auf die vor ihm liegenden 86 Kilometer. Um das Feld der knapp 300 Starter etwas auseinanderzuziehen, ging es erst auf eine Einführungsrunde durch Gilserberg, bevor sich die Ausdauersportler auf die Piste durch Wald und Flur verabschiedeten. Dann waren die Allerjüngsten an der Reihe.

Im erstmals angebotenen Kidzzz-Race U7 ging es über drei Runden à 250 Meter. Die größte Aufmerksamkeit erhielt dabei der dreijährige Lars aus den Niederlanden, der mit vollem Einsatz auf seinem Laufrädchen um die Kirche strampelte. Gleich darauf starteten 84 Radler auf die 26 Kilometer lange Schlossbergrunde. Bürgermeister Rainer Barth gab den offiziellen Startschuss. Das größte Teilnehmerfeld gab es traditionsgemäß beim 45-Kilometer-Rennen. 367 Männer und 36 Frauen hatten sich dazu angemeldet, darunter der 70-jährige Thomas Meyer-Eppler.

Marie Kalski aus dem Sauerland gehörte in ihrer Klasse ebenfalls zu den „alten Hasen“. Die Fünfjährige hat in den vergangenen zwei Jahren bereits an zahlreichen Rennen teilgenommen. Nachdem alle Starts abgeschlossen waren, pilgerten viele Zuschauer an die Hochlandhalle, wo der Zieleinlauf aufgebaut war. Kurze Zeit später trafen bereits die ersten Athleten ein. Marian Kopfer gewann vor Markus Gerth und Daniel Pohl die Schlossbergrunde. Schnellste Frau war Vanessa Schmidt, die allerdings die letzten sechs Kilometer neben ihrem Rad her gerannt war, weil sie einen Platten hatte.

Unterdessen rauschten immer wieder Fahrer der größeren Strecken an den Zuschauern vorbei und ließen sich von ihren Helfern mit Getränken und Verpflegung versorgen. Cheforganisator Rainer Naumann vom TSV Gilserberg zog am Mittag eine positive Bilanz. „Sonne, gute Laune und super Fahrer“, freute er sich und dankte den rund 200 ehrenamtlichen Helfern im Hintergrund, ohne die eine solche Großveranstaltung nicht zu meistern wäre.

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