Teilnehmer gesucht: Briefkontakt mit Insassen der JVA Schwalmstadt

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Kamen beim ersten „Tapetenwechsel“ ins Gespräch: Teilnehmerin Anna Dick und Häftling Torsten.

Viele schrecken bei dem Gedanken zurück, in Kontakt mit Gefängnisinsassen zu treten. Beim Projekt "Tapetenwechsel" in der JVA Schwalmstadt sollen sich trotzdem Menschen von "drinnen" und "draußen" kennenlernen.

Ziegenhain. Tapetenwechsel – mal etwas anderes sehen und hören, das tut auch den Männern in der Justizvollzugsanstalt in Ziegenhain gut. Und da sie nicht einfach irgendwo hinfahren können, ist es schön, wenn neue Eindrücke zu ihnen in den Haftraum kommen.

„Tapetenwechsel“ heißt ein Projekt, das die beiden Gefängnisseelsorger Peter Kittel und Michael Kullinat in der JVA Schwalmstadt gemeinsam mit dem Verein Schwarzes Kreuz Christliche Straffälligenhilfe (siehe Extra Info) durchführen – und das bereits zum zweiten Mal.

Das Schwarze Kreuz vermittelt bundesweit Briefkontakte mit Gefangenen. Auch hier in Schwalmstadt. Im Projekt soll es aber nicht nur um schriftlichen Kontakt gehen. Damit sich die Teilnehmer von „drinnen“ und „draußen“ besser kennenlernen können, findet am Samstag, 28. Oktober, zwischen 9.30 und 15.30 Uhr ein Treffen in der JVA Ziegenhain statt.

An diesem Tag werden die Teilnehmer von Kittel und Kullinat sowie Mitarbeitern des Schwarzen Kreuzes begleitet. Ziel des Treffens ist es, einen geeigneten Briefpartner zu finden. Auch nach dem Treffen stehen Mitarbeiter des Schwarzen Kreuzes den Teilnehmern bei Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Wer an dem Projekt teilnehmen möchte, kann sich bis Mittwoch, 4. Oktober, bei Michael Kullinat unter Tel. 06691-77250 oder per E-Mail an Michael.Kullinat@JVA-Schwalmstadt.Justiz.Hessen.de sowie bei Peter Kittel unter Tel. 06691-77148 oder per E-Mail an Peter.Kittel@JVA-Schwalmstadt.Justiz.Hessen.de anmelden.

+++ Extra Info +++

Das Schwarze Kreuz wurde 1925 von Johannes Muntau in Celle gegründet.

In erster Linie möchten die Vereinsmitglieder inhaftierte Menschen unterstützen, ohne ihre Taten zu verharmlosen. So stellen sie beispielsweise Briefkontakte mit Menschen von draußen her, organisieren Besuche oder Veranstaltungen wie Gesprächskreise und Hobbygruppen im Gefängnis. Weitere Informationen gibt es unter www.naechstenliebe-befreit.de.

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