Theatergruppe der Sängerchöre Zella führt Mundart-Stücke vor

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Um Irrungen und Wirrungen im Schwälmer Land ging es bei den zwei Theaterstücken. Natürlich wie gewohnt in Schwälmer Mundart.

Willingshausen-Zella. Im Jahr 1972 führte die Theatergruppe der Sängerchöre Zella erstmals ein Theaterstück in Schwälmer Mundart auf. Mittlerweile füllt sich der Saal im Landgasthof Bechtel gleich fünfmal, wenn die engagierten Laienschauspieler zum Schwälmer Theaterabend einladen.

Zwei Stücke hatte die Truppe unter der Gesamtleitung von Christel Schwalm einstudiert, dafür wurde in den vergangen sechs Wochen ausgiebig geprobt. Zur Begeisterung des Publikums machten am Sonntagnachmittag die Allerjüngsten den Auftakt zum knapp dreistündigen Augen- und Ohrenschmaus.

Unter der Leitung von Katja Diehl und Susanne Hellwig führten die Nachwuchsschauspieler einen Sketch aus der Schule vor, „Mer wer'n ja emmer grösser“ sangen sie anschließend aus voller Kehle. „Mit denen wird uns nicht bang, dass die Schwälmer Sprache ausstirbt“, freute sich Vorsitzende Schwalm über den Einsatz der nächsten Generation.

Um Irrungen und Wirrungen im Schwälmer Land ging es in „De Dänkzerrel“ (Der Denkzettel). Die junge Witwe Mattlejs (Viola John-Gies) und der neue Nachbar Heinrich (Martin Kürschner) haben ein heimliches Verhältnis, doch bis zum Happy End funken unter anderem Schwiegermutter Mariekott (Anneliese Ohnesorge), Tratschweib Babeleis (Ingrid Knauf) und der Holz-Hein (Walter Friedrich) dazwischen. Gespickt mit viel Lokalkolorit und Liebe zum Detail brachte die Geschichte tränenreiches Vergnügen ins Publikum.

Den zweiten Teil eröffnete Wilhelm Hahn mit seinem Gedicht „Vun frieher“, dann nahm das Stück „Hengedruff gett's noch in schiene Schubbe“ (Hinterher gibt’s noch einen schönen Schoppen) seinen „dramatischen“ Verlauf. Bereits Kurt Bechtels Stimme aus dem Hintergrund sorgte für Lacher, doch der Anblick des schlaksigen Hännes in morgendlicher Unterwäsche gab den Zuschauern den Rest. Gattin Lissbett (Christel Schwalm) hatte es nicht leicht mit ihm, denn es zog ihn und seine beiden Freunde regelmäßig ins Wirtshaus.

Annels (Annchen Wenzlik) und Kattleis (Katrin Kyrcz) teilten Lissbetts Schicksal und so schmiedeten sie einen perfiden Plan. Mit „Marschierwasser“ in der Suppe wollten sie ihren Männern das Trinkvergnügen austreiben, doch am Ende flogen sie auf. Mit langanhaltendem Applaus bedankten sich die Zuschauer bei den Akteuren, die Zwillinge Valentina und Maximilian Bechtel (6) wurden besonders bedacht.

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