Theatergruppe der Sängerchöre Zella führt Mundart-Stücke vor

1 von 17
2 von 17
3 von 17
4 von 17
5 von 17
6 von 17
7 von 17
8 von 17

Um Irrungen und Wirrungen im Schwälmer Land ging es bei den zwei Theaterstücken. Natürlich wie gewohnt in Schwälmer Mundart.

Willingshausen-Zella. Im Jahr 1972 führte die Theatergruppe der Sängerchöre Zella erstmals ein Theaterstück in Schwälmer Mundart auf. Mittlerweile füllt sich der Saal im Landgasthof Bechtel gleich fünfmal, wenn die engagierten Laienschauspieler zum Schwälmer Theaterabend einladen.

Zwei Stücke hatte die Truppe unter der Gesamtleitung von Christel Schwalm einstudiert, dafür wurde in den vergangen sechs Wochen ausgiebig geprobt. Zur Begeisterung des Publikums machten am Sonntagnachmittag die Allerjüngsten den Auftakt zum knapp dreistündigen Augen- und Ohrenschmaus.

Unter der Leitung von Katja Diehl und Susanne Hellwig führten die Nachwuchsschauspieler einen Sketch aus der Schule vor, „Mer wer'n ja emmer grösser“ sangen sie anschließend aus voller Kehle. „Mit denen wird uns nicht bang, dass die Schwälmer Sprache ausstirbt“, freute sich Vorsitzende Schwalm über den Einsatz der nächsten Generation.

Um Irrungen und Wirrungen im Schwälmer Land ging es in „De Dänkzerrel“ (Der Denkzettel). Die junge Witwe Mattlejs (Viola John-Gies) und der neue Nachbar Heinrich (Martin Kürschner) haben ein heimliches Verhältnis, doch bis zum Happy End funken unter anderem Schwiegermutter Mariekott (Anneliese Ohnesorge), Tratschweib Babeleis (Ingrid Knauf) und der Holz-Hein (Walter Friedrich) dazwischen. Gespickt mit viel Lokalkolorit und Liebe zum Detail brachte die Geschichte tränenreiches Vergnügen ins Publikum.

Den zweiten Teil eröffnete Wilhelm Hahn mit seinem Gedicht „Vun frieher“, dann nahm das Stück „Hengedruff gett's noch in schiene Schubbe“ (Hinterher gibt’s noch einen schönen Schoppen) seinen „dramatischen“ Verlauf. Bereits Kurt Bechtels Stimme aus dem Hintergrund sorgte für Lacher, doch der Anblick des schlaksigen Hännes in morgendlicher Unterwäsche gab den Zuschauern den Rest. Gattin Lissbett (Christel Schwalm) hatte es nicht leicht mit ihm, denn es zog ihn und seine beiden Freunde regelmäßig ins Wirtshaus.

Annels (Annchen Wenzlik) und Kattleis (Katrin Kyrcz) teilten Lissbetts Schicksal und so schmiedeten sie einen perfiden Plan. Mit „Marschierwasser“ in der Suppe wollten sie ihren Männern das Trinkvergnügen austreiben, doch am Ende flogen sie auf. Mit langanhaltendem Applaus bedankten sich die Zuschauer bei den Akteuren, die Zwillinge Valentina und Maximilian Bechtel (6) wurden besonders bedacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

MSC Wasenberg feiert mit vielen Freunden 40. Geburtstag

Motorradfahrer und -freunde aus ganz Deutschland trafen sich am vergangenen Wochenende.
MSC Wasenberg feiert mit vielen Freunden 40. Geburtstag

Ein Wochenende voller Blasmusik: Die Leimsfelder Dorfmusikanten feiern 30-jähriges Bestehen

Im Frielendorfer Ortsteil Leimsfeld wirft ein großes Fest bereits seine Schatten voraus: Die Leimsfelder Dorfmusikanten feiern am 28. und 29. Juli ihr 30-jähriges …
Ein Wochenende voller Blasmusik: Die Leimsfelder Dorfmusikanten feiern 30-jähriges Bestehen

Schwalmstadt: Johannisfest lockt am Freitag nach Treysa

Am Freitag steigt wieder das beliebte Johannisfest auf dem Marktplatz in Schwalmstadt-Treysa.
Schwalmstadt: Johannisfest lockt am Freitag nach Treysa

Schwalmstadt: Dreiste Diebe klauen Grabschmuck auf dem Friedhof in Treysa 

Grabschmuck im Wert von 1.800 Euro klauten Unbekannte von einem Friedhof in Schwalmstadt-Treysa
Schwalmstadt: Dreiste Diebe klauen Grabschmuck auf dem Friedhof in Treysa 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.