Theatergruppe Zella begeistert 1.600 Gäste

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Wieder einmal begeisterten die Laien-Schauspieler der Theatergruppe derSängerchöre Zella das Publikum mit ihren lustigen Stücken.

Zella. Seit vier Jahrzehnten stellt die Theatergruppe der Sängerchöre Zella einen Theaterabend auf die Beine – jedes Mal sorgt er für ein ausverkauftes Haus im Saal Bechtel. Besser gesagt für fünf ausverkaufte Häuser, denn etwa 1.600 Fans des beliebten Bauerntheaters mit Schwälmer Tracht wollten sich auch diesmal nicht das außergewöhnliche Schauspiel entgehen lassen.

Vorsitzende Christel Schwalm hatte zwei gekaufte Drehbücher ins Schwälmer Platt übersetzt und den Inhalt auf das hiesige Landleben angepasst. „Hengedruff zoom wie ee Lämmche“ lautete der Titel des ersten Stücks, in dem Hein (Walter Friedrich) und sein einfach gestrickter Freund Klusin (Oliver Völker) versuchten, die Jägerprüfung abzulegen.

Ihren Frauen gingen sie damit mächtig auf die Nerven, deshalb schmiedeten Lischen (Katrin Wirtz) und Kothreng (Katharina Völker) gemeinsam mit Mariekott Waidmann (Reinhilde Pfeil) einen Komplott und sorgten dafür, dass ihre Männer durchfielen. Frustriert gingen die beiden nachts in Klusins Garten auf die Pirsch und erschossen versehentlich Hund „Waldi“ von Nachbarin Mattlejs (Katrin Kyrcz) – zum Glück nur mit Platzpatronen, wie sich später herausstellte.

Mit List und Tücke brachten die resoluten Schwälmerinnen ihre Männer jedoch wieder zur Raison, am Ende wollten die „zahmen Lämmchen“ nur noch angeln. Nach zehnjähriger Pause gehörten diesmal auch wieder Kinder zum Ensemble. Alessio Baumgart, Rhiana Wirtz, Amanda Keßler und der fünfjährige Maximilian Bechtel gaben ihr Debüt, Niklas Kyrcz brillierte als „Waldi“.

In der Schwälmer Version von „Bauer sucht Frau“ ging es im Männerhaushalt von Bauer Hännes (Kurt Bechtel) und seinem Sohn Bast (Johannes Bechtel) drunter und drüber. „Jedes Deppche fengt seng Deckelche“, lautete der Titel des Stücks, das den Zuschauern vor Lachen die Tränen in die Augen trieb. Mal tumb, mal bauernschlau kamen bis zum Happy End nicht nur Vater und Sohn unter die Haube, sondern auch Nachbar Heinrich (Martin Kürschner) und dessen Filius Hans (Christian Tschepa).

Die mehr oder weniger glücklichen Bräute wurden von Laura und Christel Schwalm sowie von Viola John-Gieß und Lisa Steinbrecher gespielt. Hans Knauff trat als „Affekoot“ (Notar) auf. Am Ende der dreistündigen Vorstellung bedankte sich das begeisterte Publikum bei den Akteuren vor und hinter den Kulissen mit einem kräftigen Applaus.

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