Viele Gäste tanzen beim Trachtenball in Schrecksbach

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Viele Besucher kamen nach Schrecksbach, um Teil des Trachtenballs zu sein.

Schrecksbach. Hessen ist ein Land der Trachten. Weit über 30 verschiedene zeugen von der Vielfalt der Menschen aus der Mitte von Deutschland. Dies war auch beim Trachtenball zu sehen, den die Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT) und die Schwälmer Volkstanz- und Trachtengruppe „Rotkäppchen“ zum fünften Mal auf die Beine gestellt hatten.

Doch nicht nur die Trachtenträger aus mehreren Regionen sorgten für ein buntes Bild in der geschmückten Mehrzweckhalle von Schrecksbach, auch die Tänzer „in Zivil“ hatten sich herausgeputzt. Die Herren meist im schwarzen Anzug, aber bereits beim Hemd wurde es farbenfroh, bei den Damen reichte die Palette vom kleinen Schwarzen, über schicke Tanzkleider bis hin zur langen Abendgarderobe. Hans-Joachim Kuhn, HVT-Leiter des Bezirks Nord, begrüßte gut 130 Tanzfreunde im Saal.

„Neben den Vorführungen einzelner Tanzgruppen, sind sie alle dazu aufgefordert, aktiv mitzumachen“, lud er die Gäste ein – dazu waren mehrere Tanzkurse ins Programm eingebaut. Bürgermeister Andreas Schultheis freute sich über die vielen Trachtenträger im Saal. Mit dem Gedicht „Wie de Ohle, so de Jonge“ gab er seiner Hoffnung Ausdruck, das Brauchtum auch in Zukunft lebendig zu halten. Die Kinder der Volkstanzgruppe Röllshausen waren ein gutes Zeichen für erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Mehr als ein Dutzend Kinder im Alter zwischen zwei und 14 Jahren präsentierten ihr Können – so ritten sie beispielsweise beim „Hexensprung“ auf Reisigbesen durch die Halle. Besonders begeisterte das Publikum der Auftritt von Amelie Welz. Freudestrahlend tanzte das zweijährige Mädchen zusammen mit den Großen, auch wenn sie mit ihren kurzen Beinchen Mühe hatte, den schnellen Schritten zu folgen. Anschließend bot die Tanzsportabteilung des TuS-Fritzlar ihr „Project Fascination“ dar. Dabei gaben die Paare mehrere Standardtänze zum Besten.

Etienne Rudolph, Tanzleiter der Volkstanzgruppe Besse, übernahm den ersten Tanzunterricht mit den Gästen. Nach wenigen Instruktionen war die „Topporzer Kreuzpolka“ kein Problem für seine gelehrigen Schüler. Zwischen diesen und weiteren Programmpunkten lockte immer wieder die Band „Gigolo“ mit einer Tanzrunde. Mal ging es im Walzerschritt über das Parkett, mal im zackigen Tango. Mottogemäß durften natürlich auch Rumba und Polka nicht fehlen. Bis weit nach Mitternacht genoss man sowohl in Tracht als auch im Ballkleid den gemeinsamen Tanzabend.

Rubriklistenbild: © Köster

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