Treysa ist kein Hundeklo: Altstadtfreunde für sauberen Wohngegend

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Schwalmstadt: Georg Schlamann und die Altstadtfreunde in Treysa wollen ihren Wohnraum attraktiver machen.

Schwalmstadt-Treysa. Die Altstadt Treysas soll sauberer werden. Das zumindest ist das Ziel von Georg Schlamann und den Treysaer Altstadt-Freunden. Im Mai 2014 gründete sich der Verein um seinen Vorsitzenden aus einer Bürgerinitiative heraus. Seither verfolgt er intensiv das Ziel, die Treeser Altstadt als Wohnort attraktiver zu machen.

Wie das möglich ist? Durch die Sanierung leerstehender Häuser und durch die Verbannung des Durchgangsverkehrs. "Dazu gehört aber auch das Sauberhalten der Stadt", sagt Georg Schlamann. In der Vergangenheit seien häufig Bürger auf ihn zugetretem, um sich über herumliegenden Hunde-Dreck zu beschweren. Das soll sich nun ändern. Auf eigene Initiative haben die Altstadtfreunde bereits elf Hundekotbeutel-Spender in der Altstadt aufgestellt – "allesamt an Privathäusern", erklärt Schlamann.

Somit habe er nicht auf die Zustimmung der Stadtverwaltung warten müssen. Doch damit nicht genug: Schon bald sollen insgesamt 15 Spender dafür sorgen, dass es in der Altstadt künftig garantiert nicht mehr nach Hundekot riecht. Und auch die Stadtverwaltung sieht nicht tatenlos zu. Sie stellte bislang drei Hundekot-Beutel-Spender im Stadtgebiet auf. "Die sind natürlich professioneller als unsere provisorischen Lösungen", sagt Schlamann.

Hilfspolizisten können meist nichts machen

Deshalb hofft der nun, dass die Stadt die Kosten für die neuen Spender übernehmen könnte. "Wir würden im Gegenzug die Organisation und die Pflege der Spender übernehmen", sagt Schlamann. Übrigens: Hundehalter sind gut damit beraten, auch tastächlich Gebrauch von den Beutel-Spendern zu machen.

Denn wer sie ignoriert und die Exkremente seines Vierbeiners einfach liegen lässt, der riskiert ein Bußgeld in Höhe von 30 Euro. Doch die Sache hat einen Haken, weiß Ordnungsamtsleiterin Doris Heinmüller. "Wir finden meist nur die Hinterlassenschaften vor. Zum Ärger vieler Bürger erwischen wir die Hundebesitzer selten auf frischer Tat. Die Ahndung ist also schwierig und die Zahl der verteilten Knöllchen sehr gering", sagt sie.

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