Treysaerin reist für Freiwilligendienst nach Afrika

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Von ihrem Sportverein SV Antrefftal wurde sie schon mit einem Satz Trikots ausgestattet, die in Outapi dringend gebraucht werden.

Nach dem Abi ins Ausland und dann gerne auch noch etwas Gutes tun – mit diesem Bestreben zieht es Lisa Langer ins weit entfernte Namibia.

Von Vanessa von Lengerken

Von der behüteten Schwalm in die große, weite Welt: Für Lisa Langer aus Treysa gibt es da kein schöneres Reiseziel als das circa 7.600 Kilometer entfernte Outapi – Hauptstadt der namibischen Region Omusati. Schon seit Jahren steht für die 18-Jährige fest, dass sie nach ihrer Schulzeit die Welt entdecken und Gutes bewirken möchte.

Nach ihrem diesjährig absolvierten Abitur am Schwalmgymnasium in Treysa möchte sie im Rahmen des „weltwärts“-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nach Afrika reisen und dort für zwölf Monate die „Namibia Red Cross Society“ (Namibisches Rotes Kreuz) unterstützen. Die Flugtickets sind gebucht, Anfang September beginnt das Abenteuer.

Entscheidung für Afrika

Da ihre Mutter dieserorts beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) arbeitet, kam es schnell zum Kontakt mit dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, welches diesen entwicklungspolitischen Auslandsfreiwilligendienst anbietet.

Besonders die Entwicklungsregionen Afrikas werden durch diese Organisation unterstützt. Lisa reizte schon lange die frühere deutsche Kolonie mit ihrer „wunderschönen Landschaft“, wie sie schwärmt. Vor allem freut sie sich auf das Entdecken fremder Kulturen und das Kennenlernen von interessanten Menschen. Berührungsängste hat sie dabei nicht.

Sie hofft, mit Hilfe der Bewohner, die jeweilige lokale Sprache zu lernen: Für Oshiwambo hat sie sich schon ein Wörterbuch zugelegt, aber auch Afrikaans fände sie spannend zu erlernen. Für die Anfangszeit wird sie erst einmal versuchen, sich mit der Amtssprache Englisch durchzuschlagen.

Koffer sind gepackt: Für Lisa Langer geht es am 3. September auf große Abenteuerreise.

Outapi ist die am schnellsten wachsende Stadt in der Region Omusati. Lisa wird dort in einem Haus mit Klimaanlage und Kühlschrank ähnlich des europäischen Hygiene-Standards wohnen. Einen großen Kulturschock muss sie beim Wohnen zumindest nicht fürchten. In Outapi gibt es einen Flugplatz, mehrere Hotels, ein Krankenhaus und verschiedene Einzelhandelsgeschäfte. In denen werden auch europäische Produkte verkauft, weiß Lisa aus Erfahrungsberichten jetziger Freiwilliger in Outapi: „Diese sind aber viel teurer als die einheimischen Produkte“. Im Alltag wird sie vor allem bei den dortigen Hilfsprojekten zu Themen wie HIV/Aids, Trinkwasserversorgung und Hygiene sowie im Bereich der Katastrophenhilfe tätig sein. Sie soll auch mit ihren Erste-Hilfe-Kenntnissen aktiv werden.

Viele Aufgaben warten auf die Abiturientin

Geplant ist ebenfalls, dass sie an Schulen Englisch unterrichten und Nachmittagsangebote für die Kinder und Jugendlichen anbieten wird. Hierbei existiert vor Ort schon ein Fußballprojekt, das sie als langjährige, ambitionierte Spielerin weiterführen möchte.

Etwas mulmig ist ihr bei dem Gedanken, so weit weg von ihrer Familie zu leben. Ein Besuch der Eltern und ihrer Zwillingsschwester Laura sei erst im April 2018 geplant.

„Es ist aber eine schöne Chance, mal was allein zu machen. Ich war bis auf drei Wochen, die meine Schwester in Amerika war, noch nie von ihr getrennt. Und es gibt ja auch Skype und Whatsapp, um in Kontakt zu bleiben“, so Lisa.

Ihre 25 Urlaubstage möchte sie nutzen, Gleichgesinnte in anderen Freiwilligenstandorten zu besuchen. Sehenswürdigkeiten wie die „Virginia Falls“ und der „Etosha National Park“ seien aber auch auf ihrer Wunschliste, erzählt sie freudig.

Sie plant in den nächsten Monaten, ihre Erfahrungen nicht nur für sich zu behalten, sondern das Gelernte an andere weiterzugeben. Aus diesem Grund hat sie einen Blog (https://weltwaertsvolunteerinnamibia.wordpress.com/) erstellt, auf dem sie regelmäßig von ihren Eindrücken und Erlebnissen berichten möchte. Lisa hofft, während des Freiwilligenjahres eine Orientierung für ihr späteres berufliches Leben zu erlangen.

Erst einmal beginnt ein spannender Lebensabschnitt allein in Afrika. Wobei sie nicht ganz allein sein wird: Lisa übernimmt die zwei Katzen ihrer Vormieterin und hat somit kuschelige Gesellschaft.

+++ Extra Info +++

So können Sie Lisa unterstützen

Zwar übernimmt Lisa Langers Trägerorganisation 75 Prozent der anfallenden Kosten für ihren Auslandsaufenthalt, doch die Treysaerin muss den Rest selbst finanzieren.

Aus diesem Grund wird um Unterstützung ihres Förderkreises gebeten. Benötigt werden neben finanziellen Mitteln auch Sachspenden wie Trikots, Fußballschuhe und Bälle für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren.

Wer Fragen hat oder spenden möchte, kann sich per E-Mail an lisa-langer@t-online.de wenden.

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