Treysaer Arzt Dr. Dirk Prokesch hängt gelbe Schleife an seine Praxis

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Schätzen die Arbeit der deutschen Soldaten (v.l.): Norbert Rüchel, Wolfgang Brück, Dr. Dirk Prokesch, Frank Hille, Dieter Kelsch, Norbert Ester, Martin Würz und Bernd Adam.

Die gelbe Schleife gilt als Symbol für die Solidarität mit deutschen Soldaten. In Schwalmstadt hat nun der erste Privatmann das Zeichen aufgehängt.

Treysa. Aus dem Schwalm-Eder-Kreis ist die gelbe Schleife nicht mehr wegzudenken. In 27 Kommunen im mittelhessischen Bereich steht sie symbolisch für die Solidarität und Verbundenheit mit deutschen Soldaten. Nun hängt in Schwalmstadt die erste gelbe Schleife bei einem Privatmann – am Eingangsbereich der Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Dirk Prokesch in Treysa.

Er habe selbst gedient und könne sich deshalb mit der Bundeswehr und den Soldaten identifizieren. „Wir hatten damals noch einen Feind, aber es wurde nicht geschossen. Heute gibt es keinen Feind mehr, aber dafür immer mehr Tote und Verletzte bei Auslandseinsätzen“, sagt Prokesch. Aus ärztlicher Sicht sehe er vor allem die seelischen Nachwirkungen, mit denen Soldaten zu kämpfen haben, wenn sie von einem Einsatz zurückkehren.

„Es wird zu wenig für Soldaten getan, die verwundet sind. Deshalb müssen wir Flagge zeigen und ein Zeichen setzen für die Menschen, die für uns und unser Land einstehen.“ Das sieht auch Oberstleutnant Frank Hille so. Er ist der Vorsitzende des Fördervereins Stab Division Schnelle Kräfte, der sich für in Not geratene Soldaten einsetzt und die Aktion „Gelbe Schleife“ unterstützt. „Unsere Soldaten leisten einen sehr gefährlichen Dienst, sind aber in der Gesellschaft nicht mehr präsent. Wir können ihnen nicht persönlich danken, aber mit der gelben Schleife unsere Anerkennung ausdrücken“, sagt Hille.

Für Soldaten, die zum Teil mehrere Monate im Ausland eingesetzt sind, sei es ein Gefühl von Rückhalt und Wertschätzung, wenn sie die gelben Symbole in Städten und Gemeinden sehen. „Acht Privatleute haben im mittelhessischen Raum mittlerweile ebenfalls die gelbe Schleife angebracht. Wir hoffen natürlich, dass es viele Nachahmer geben wird“, so Hille. Auch Prokesch wünscht sich Resonanz. „Ich erwarte, dass meine Patienten nachfragen und ich sie auf unsere Soldaten aufmerksam machen kann“, sagt Prokesch.

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