Gegen den Zahn der Zeit: Treysaer Familie Orth spendet für die Totenkirche

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Dafür geht man gerne zum Zahnarzt: Wolfgang Plag (li.) und Pfarrer Dieter Schindelmann (re.) freuen sich über den Scheck der Familie Orth.

Die Totenkirche in Treysa ist das Wahrzeichen der Stadt und unbedingt erhaltungswürdig. Das findet auch Familie Orth. Die Zahnärzte aus Treysa übergaben deshalb einen Spendenscheck über knapp 5.500 Euro an die evangelische Kirchengemeinde.

Treysa. Die Totenkirche ist das Wahrzeichen von Treysa, schon von weitem erspäht man den Turm der imposanten Ruine. Mitte der 90er Jahre stand das Schicksal des über 750 Jahre alten Bauwerks auf der Kippe. Nur durch engagierte Bürger und einen Förderkreis konnte die ehemalige Sankt-Martins-Kirche erhalten bleiben.

Rund 2,5 Millionen Euro flossen damals in die aufwendige Sanierung. Und es hat sich gelohnt: Heute dient der historische Bau und das Areal drumherum als schöne Kulisse bei zahlreichen kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen. Der Förderverein wurde mittlerweile aufgelöst, doch die Stadt Schwalmstadt und die evangelische Kirchengemeinde Franz von Roques haben sich verpflichtet, auch weiterhin für den Erhalt zu sorgen und je die Hälfte der Kosten zu tragen.

Kurz vor Weihnachten konnten sich Pfarrer Dieter Schindelmann und Wolfgang Plag, Vorsitzender des Kirchenvorstands, über eine Spende der Zahnarztpraxis Orth freuen, die das Projekt seit vielen Jahren unterstützt. „Patienten, die ihr altes Zahngold für einen wohltätigen Zweck spenden können, entscheiden sich oftmals für die Totenkirche“, bestätigte Dr. Ulrike Orth die starke Identifikation der Treysaer mit ihrem Wahrzeichen.

Gemeinsam mit Ehemann Carsten und Sohn Florian (Olympiateilnehmer 2016 in Rio) überreichte sie einen Scheck in Höhe von 5.484,63 Euro. „Jedes Jahr müssen etwa 4.000 bis 5.000 Euro investiert werden, um beispielsweise Putzflächen auszubessern oder Dachrinnen zu erneuern“, erklärte Schindelmann, „leider auch um Schmierereien zu entfernen“, fügte er bedauernd hinzu. „Für unseren Anteil gibt es keinen extra Haushaltsposten“, betonte Plag, „wir sind da ausschließlich auf Spenden angewiesen“, sagte er dankbar.

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