Triathlet Martin Huhndorf ist Europameister seiner Altersklasse

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Grund zum Jubeln: Martin Huhndorf lief als Europameister seiner Altersklasse beim Ironman in Frankfurt über die Ziellinie.

Martin Huhndorf vom SC Neukirchen ist derzeit in Topform. Nach der Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii ist er nun auch Europameister.

Neukirchen/Frankfurt. Triathleten sind dafür bekannt, an ihre körperlichen Grenzen zu gehen. Doch Martin Huhndorf vom SC Neukirchen ist noch immer nicht am Limit. Und das, nachdem er zwei Ironman innerhalb weniger Wochen bestritten hat. Sein Ehrgeiz und Kämpferherz haben ihm jetzt auch den Europameistertitel seiner Altersklase ermöglicht.

Im Mai ging er bereits beim Ironman auf Lanzarote an den Start und sicherte sich mit seinem Ergebnis zum fünften Mal das Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii (14. Oktober). „Bisher habe ich maximal zwei Langdistanzen pro Jahr absolviert, die Qualifikation und Hawaii“, sagt der 39-Jährige. Doch der ist in diesem Jahr so gut in Form, dass er nur wenige Wochen nach dem Ironman auf Lanzarote auch in Frankfurt startete und sich prompt den Europameister-Titel seiner Altersklasse sicherte.

„Sieben Wochen zwischen zwei Langdistanzen sind definitiv nicht komfortabel und auch nicht normal. Die Regeneration verlief aber schnell und so wuchs die Lust auf Frankfurt“, erklärt Huhndorf. Damit ging der Triathlet ein Risiko ein, das er abzuschätzen wusste. Hätte er während des Rennens bemerkt, dass die Regeneration noch nicht abgeschlossen ist, hätte er es abbrechen müssen, um seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft nicht zu gefährden.

Alles lief nach Plan

Am Wettkampftag selbst war an einen Abbruch allerdings nicht mehr zu denken. Huhndorf kam mit einer Zeit von rund 51 Minuten aus dem Wasser und stieg angefeuert von seinen Fans mit einem guten Gefühl aufs Rad. Circa viereinhalb Stunden später erreichte er die nächste Wechselzone. „Die Beine waren ok, aber es war warm, die Luft war irgendwie gebraucht“, erinnert sich Huhndorf. Nach circa der Hälfte des Marathons musste er an Tempo zulegen, damit ihn Konkurrenten seiner Altersklasse nicht einholten.

Circa sieben Kilometer vor der Ziellinie begannen die Muskeln seiner Oberschenkel zu zucken. Doch das konnte Huhndorf nicht mehr davon abhalten, als Sieger über die Ziellinie zu laufen. „Ich war total elektrisiert. Zum einen wusste ich, dass ich meine Klasse erstmalig gewinnen werde, zum anderen mit Bestzeit im 14. Ironman. Ich hatte mich nicht mehr unter Kontrolle und ließ meinen Gefühlen freien Lauf. Schließlich freute ich mich alle Freunde zu sehen, die mich über acht Stunden lang an der Strecke unterstützt hatten“, resümiert Huhndorf den Zieleinlauf.

Für die nächsten Wochen steht für den 39-Jährigen die vollständige Regeneration an erster Stelle, um dann mit der Vorbereitung für die Weltmeisterschaft zu beginnen. „Erstmal fange ich mit Training im Grundlagenbereich an, ohne den Körper zu überfordern. Für mich ist das jetzt gewissermaßen auch neu. Ich muss weiter gut in mich hineinhorchen und an der richtigen Stelle ansetzen“, sagt Huhndorf.

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