Triathleten des SC Neukirchen nehmen an Ironman-Weltmeisterschaft teil

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Bereiten sich gemeinsam auf der Insel für die Weltmeisterschaft vor: Martin Huhndorf und Frank Walter.

Martin Huhndorf, Frank Walter und Christian Jung vertreten den SC Neukirchen bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii.

Neukirchen/Hawaii. Die Teilnahme an der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii ist für viele Triathleten das größte Ziel ihrer sportlichen Karriere. Für drei Athleten des SC Neukirchen geht dieser Traum in diesem Jahr in Erfüllung: Martin Huhndorf, Christian Jung und Frank Walter werden am Samstag, 14. Oktober, die Schwalm auf der US-Insel vertreten.

Zum fünften Mal geht Huhndorf an den Start

Für Huhndorf ist es bereits der fünfte Start auf der Pazifik-Insel. Aufgeregt sei er allerdings immer noch. „Der Flug mit dem Ziel Hawaii an sich ist schon aufregend. Der Wettkampf macht die Reise einmal mehr zum Abenteuer mit vielen Unbekannten. Man versucht anhand von einzelnen Trainingsergebnissen seinen Leistungsstand abzuleiten. Doch tatsächlich zeigt es sich erst auf dem Rad, wie gut man den Tag getroffen hat. Das ist spannend und aufregend zugleich“, sagt der 39-Jährige.

Nachdem er sich im Mai auf Lanzarote für die Weltmeisterschaft qualifizierte, sicherte er sich im Juli in 08:41:15 Stunden sogar den Europameistertitel seiner Altersklasse. Eine gute Platzierung bei der Weltmeisterschaft könnte ein krönender Abschluss für dieses Wettkampfjahr sein. „Ich versuche, gut in das Rennen zu finden und hoffe nach dem Wechsel auf gute Beine auf dem Rad. Ein Podestplatz – also Top 5 meiner Altersklasse – wäre ein Traum. Solange ich kann, werde ich versuchen die Top 3 genau im Auge zu behalten. Am Ende des Tages will ich sagen können: Ich habe alles gegeben.“

Qualifikation war nicht das Ziel 

Training mit toller Kulisse: Christian Jung gewöhnt sich an die Bedingungen auf Hawaii.

Auch Christian Jung bereitet sich gemeinsam mit seinem Trainer Mark Unger – der selbst 2013 und 2015 schon bei der Weltmeisterschaft an den Start ging – auf die harten Verhältnisse vor. „Das Training verlief bisher ohne nennenswerte Verletzungen. Jetzt muss nur noch die Gewöhnung an die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit gut gelingen“, sagt Jung. Vor einem Jahr qualifizierte sich der 36-Jährige beim Ironman in Barcelona.

„Das war damals gar nicht mein Ziel. Eigentlich wollte ich in Barcelona in unter neun Stunden finishen und am nächsten Tag mit meiner Schwester eine Busrundfahrt durch Barcelona machen“, erinnert sich Jung. Doch die sagte er kurzerhand ab, um doch zur Siegerehrung und Slot-Vergabe zu gehen. Denn Freunde und Bekannte machten ihn darauf aufmerksam, dass die Zeit von 09:10:51 Stunden und der sechste Platz seiner Altersklasse für die Qualifikation für Hawaii ausreichen. „Erst als mein Name aufgerufen wurde und ich den Slot in den Händen hielt war klar: es liegt ein weiteres Jahr hartes Training vor mir.“

Auch für Frank Walter ist die Weltmeisterschaft auf Hawaii seit 2016 ein Ziel. „Hawaii war damals nur ein Hirngespenst. Trotzdem ordnete ich ab diesem Zeitpunkt fast alles dem Triathlon unter. Der Traum war größer als je zuvor und ich war bereit dafür alles zu geben.“ Die harte Arbeit zahlte sich für ihn im August beim Ironman in Hamburg aus. Dort sicherte er sich in 09:11:01 Stunden noch kurzfristig das Ticket für die Weltmeisterschaft.

„Beim Laufen war es wie in einem Traum und als ich auf der Zielgeraden Vierter war, war es einer meiner schönsten sportlichen Momente. Richtig glauben kann ich es bis heute noch nicht.“ Obwohl die Strapazen des Wettkampfes erst wenige Wochen zurückliegen, scheint sich sein Körper zu regenerieren. „Ich bin fit, um mir meinen Traum zu erfüllen. Wenn noch etwas Glück dazu kommt, ist alles möglich“, sagt der 33-Jährige.

Trainer und Freund in einer Person

Eine besondere Unterstützung leistet dabei Huhndorf. Die beiden verbindet nicht nur die Triathlon-Leidenschaft, sondern auch eine enge Freundschaft. Seit einem Jahr ist Huhndorf darüber hinaus Walters Trainer. „Martin hat mich nicht nur zum Triathlon gebracht, sondern jetzt auch nach Hawaii – neben Schwimmtrainer Harald Reitz. Ich bin dankbar für ihre Hilfe und dass sie ihre Freizeit für mich opfern. Mit Martin auf Hawaii an der Startlinie zu stehen, macht es für mich perfekt. Er motiviert mich enorm und ist sportlich gesehen ein Vorbild, sein Ehrgeiz und Willen färben hoffentlich ab“, sagt Walter. Erwartungen habe er zwar keine, sein Ziel sei es aber, unter zehn Stunden ins Ziel zu kommen.

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