Typisierung in Schwalmstadt - Warriorsspieler spendet Stammzellen

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Er möchte helfen: Sven Spiewak ist Running Back der Schwalmstadt Warriors und spendete 2016 Stammzellen an einen Leukämiepatienten in den USA.

Zum letzten Heimspiel planen die Schwalmstadt Warriors eine Typisierungsaktion. Running Back Sven Spiewak konnte bereits seine Stammzellen spenden.

Schwalmstadt. Beim Football ist der Running Back der Mann, der den Ball in die Hand nimmt und sich durch die gegnerischen Reihen schlägt. Sven Spiewak spielt diese Position bei den Schwalmstadt Warriors. Irgendwo in den USA gab es einen Mann, der genau so ein Kämpferherz brauchte. Denn dieser Mann kämpfte gegen Leukämie und benötigte einen wie Spiewak, der sich 2012 als potenzieller Lebensretter in die Stammzellspenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen ließ.

Warriors rufen zur Typisierung auf

Der Mann in den USA wusste nicht, dass Spiewak genau der ist, der ihm vor einem Jahr die Chance gab, den Blutkrebs zu besiegen. Aber er wäre wahrscheinlich stolz auf diesen 24-jährigen Running Back aus Hessen, der nun am Sonntag, 25. Juni, 13 bis 16 Uhr, mit seinem Team bei einem Heimspiel im Treysaer Schwalmstadion zur Typisierung aufruft (wir berichteten).

Allein in Deutschland erkranken 11.000 Menschen im Jahr an Leukämie. Manchen hilft die Chemotherapie, manchen die Bestrahlung. Aber einige brauchen einen Menschen, der bereit ist freiwillig und unentgeltlich Stammzellen zu spenden, obwohl der Patient nicht mit ihm verwandt ist. Einen Menschen von dem man nur weiß, dass er die gleichen genetischen Merkmale hat und deshalb den Patienten retten kann.

Dass Spiewak selbst vier Jahre nach seiner Registrierung helfen kann, erfährt der 24-Jährige Anfang Juni 2016 durch einen Anruf. Er wird gefragt, ob er immer noch bereit ist zu helfen. „Klar, sonst hätte ich mich damals nicht typisieren lassen“, lautete seine Antwort. „Mir ist es egal, wem, wo und wie ich helfen kann. Wichtig ist nur, dass ich helfen kann.“

Wie man Stammzellenspender wird und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen erfahren Interessierte im Internet unter www.stefan-morsch-stiftung.de oder kostenlos unter Tel. 0800-7667724.

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