U.D.O. Konzert lockt Besucher aus der ganzen Republik nach Treysa

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Die Konzertbesucher konnten einen ganzen Abend gute Rockmusik genießen.

Treysa. Für gewöhnlich finden in der Treysaer Festhalle nur schweißtreibende Leibesübungen statt – meist im bunten Sportdress. Am Samstag überwog jedoch die Farbe Schwarz, die bevorzugte Couleur der Heavy-Metal-Fans.

Geschwitzt wurde trotzdem, denn Altrocker Udo Dirkschneider und seine Band "U.D.O." machten auf ihrer Steelfactory World Tour auch Halt in der Schwalm und rissen die Freunde der harten Rhythmen mit. Das Aufwärmtraining hatten die Australier "Dead City Ruins" übernommen, anschließend steigerte die Formation "Reece" das Pensum noch ein wenig.

„Hell Hammer“ dröhnte es aus den Boxen und Sänger David L. Reece forderte den vollen Saal zum Mitsingen auf. Nachdem die beiden Vorgruppen das Publikum auf Betriebstemperatur gebracht hatten, galt es nun zügig die Bühne für den Star des Abends klar zu machen – viele fleißige Helfer sorgten für eine kurze Umbaupause.

„Jetzt kommt der Meister“, kündigte Veranstalter Thorsten Laabs Musik-Urgestein Dirkschneider an und blickte in unzählige erwartungsvolle Gesichter. Eines davon gehörte der 15-jährigen Michelle Hermes, die extra mit ihren Eltern aus Olpe (Nordrhein-Westfalen) angereist war. „Sie ist ein totaler 'U.D.O.'-Fan“, erzählte ihre Mutter Nicole.

Nebelschwaden in rotem Licht und ein gewaltiges Trommelfeuer aus den Boxen bildeten den passenden Rahmen für den Auftritt der deutschen Metal-Legende, die von seinen Anhängern frenetisch begrüßt wurde. Mit „Tongue reaper“ und „Make the move“ eröffnete das Quintett sein musikalisches Dauerfeuer, „24/7“, „Man and machine“, „Holy“ und der alte Accept-Song „TV war“ gehörten ebenfalls zum Repertoire.

Aus dem Stand brachte der 66-jährige Sänger die Fans vor allem mit seiner markanten Stimme zum Toben, während die beiden Gitarristen Fabian Dee Dammers und Andrey Smirnov sowie Bassist Tilen Hudrap die komplette Breite der Bühne nutzten. Dirkschneiders Sohn Sven lieferte auf seinem Schlagzeug den passenden Rhythmus aus dem Hintergrund.

Knapp zwei Stunden feuerte die Band eine Salve nach der anderen ab und drei Metal-Generationen gingen begeistert mit. „Ich war sogar schon Backstage“, freute sich Geburtstagskind Nicole Rendel aus Mannheim und zeigte stolz ein Selfie mit ihren Heroen.

Dr. Felix Meuschke, Chefarzt der Chirurgie im Ziegenhainer Klinikum, hatte ebenfalls Geburtstag – mit seinen Gästen feierte er eine unvergessliche Party auf der Empore. Die "Steven Stealer Band" lieferte in bewährter Weise Rockmusik zum Ausklang und so endete die elfte Auflage von „Die Schwalm rockt“ erst nach Mitternacht.

Organisator Laabs hatte erneut ein glückliches Händchen bei der Auswahl gezeigt, für die nächste Veranstaltung stehen er und seine Mannschaft bereits in den Startlöchern. Geplant ist ein Auftritt von "FRONTM3N" - die Konzertsensation aus England mit den Leadsängern und Hits der Superbands The Hollies, 10cc und The Sweet.

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