Verbandsliga-Fußball: FC Schwalmstadt verpasst Sieg gegen SSV Sand

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1. FC Schwalmstadt spielt 1:1 gegen Top-Mannschaft aus Sand und überrascht mit vielen Positionswechseln und erfahrenen Routiniers.

Als am Samstagnachmittag die beiden Verbandsligisten FC Schwalmstadt und SSV Sand aufeinandertrafen, durfte sich so mancher FCS-Fan in alte Zeiten versetzt gefühlt haben. Da hallten die lauten, motivierenden Schreie von Torwart-Routinier Tobias Kreuter duch das Treysaer Schwalmstadion (hier geht's zum Extra-Bericht über die Schwälmer Torwart-Legende). Der Altmeister wies seine Vordermannschaft wie einst zu Oberliga-Zeiten zurecht. Da stand mit Timo Brautoth eine weitere erfahrene Stütze auf dem Platz. Und da waren mit den Sandern Steffen Bräutigam, Johannes Schmeer und Tobias Oliev gleich drei ehemalige FCS-Spieler zu Gast.

Die Gastgeber überraschten nicht nur mit den beiden Routiniers Kreuter und Brauroth, sondern mit einigen Positionsänderungen. So tauchte der meist defensiv eingesetzte Jan Philipp Trümner plötzlich in der Sturmspitze auf. Seinen Platz in der Viererkette nahm Daniel Schwalm ein. In der Verteidigung rackerte auch der einstige Flügelflitzer Ricardo Seck. Hinzu kam Neuzugang Vedran Jerkovic (zuvor Borussia Fulda), der zusammen mit Fabian Seck eine äußerst ambitionierte Innenverteidigung stellt. 

Die Partie gegen den Tabellendritten SSV Sand war gerade einmal wenige Minuten alt, da wurde klar: Es macht wieder Spaß, dem FCS zuzuschauen. Die Schwälmer gingen aggressiv in die Zweikämpfe, störten den Gegner schon in dessen Hälfte und erspielten sich beste Tormöglichkeiten. Da staunten auch die „alten“ Bekannten auf gegnerischer Seite nicht schlecht. Sie mussten mit ansehen, wie ihre ehemaligen Teamkollegen vor allem in der ersten Halbzeit so einfach wie erfolgreich spielten: Der technisch starke Daniel Schwalm setzte sich in der 28. Minute auf der linken Angriffsseite durch und brachte eine punktgenaue Flanke, die Trümner im Stile eines Top-Stürmers mit dem Kopf zum 1:0 verwertete.

Auch, wenn der FCS in der 58. Minute den Gegentreffer zum 1:1 Endstand durch Jan-Philipp Schmidt hinnehmen musste, dürfte die Partie Auftrieb für die kommenden Spiele geben. Schwalmstadt war über weite Strecken spielbestimmend, hatte gute Möglichkeiten, das Duell für sich zu entscheiden und war dem haushohen Favoriten aus Sand weitestgehend überlegen. Fest steht: Dieser FCS, gemischt aus jungen, hungrigen und älteren, erprobten Kickern, macht Laune auf mehr – wohl auch, weil Atilla Güven den Enthusiasmus für den Sport so authentisch vorlebt.

Der FCS-Coach tigerte 90 Minuten lang auf der Außenlinie auf und ab. Er dürfte ähnlich viele Kilometer gelaufen sein, wie beide Linienrichter. Nach dem Schlusspfiff wollte sich der engagierte Trainer aber nicht gratulieren lassen. Für ihn fühlte sich das Unentschieden wohl wie eine Niederlage an. Und trotzdem: Wer so spielt, wird am Ende belohnt – vielleicht ja schon am kommenden Sonntag. Dann nämlich ist der FCS zu Gast in Kaufungen. Das nächste Heimspiel findet am 24. März gegen den Hünfelder SV statt. Dann wird wohl wieder im Ziegenhainer Herbert-Battenfeld-Stadion gespielt.

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