Video und Fotos: CastAct-Künstler sangen in der Immichenhainer Klosterkirche

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Vier Stimmen für ein Hallelujah: Künstler der CastAct Entertainment GbR begeisterten am zweiten Adventssonntag in der Immichenhainer Klosterkirche.

Immichenhain. Wer glaubt, die Zeiten voller Kirchenbänke sei vorbei, der irrt. Die Immichenhainer Klosterkirche platzte am zweiten Adventssonntag wieder aus allen Nähten. Grund dafür waren vier Musiker der „CastAct Entertainment GbR“, die zu ihrem Adventskonzert ins historische Gemäuer eingeladen hatten. Vor ausverkauftem Haus präsentierten die Ausnahmekünstler Lieder aus der Advents- und Weihnachtszeit, gemischt mit Musicalsongs und Disney-Liedern.

Den besinnlichen Auftakt zum beeindruckenden Abend lieferte Sören Flimm am E-Piano mit dem Klassiker „Alle Jahre wieder“. Violett-warmes Licht, eine großer, beleuchteter Stern über dem Altar und der Charme der dezent dekorierten Klosterkirche gaben einen würdigen Rahmen. Spätestens mit „Santa Baby“ brachte Musical-Darstellerin Anna Prokop die Besucher zum Staunen. Begleitet wurde sie durch Piano, Gitarre, Cajon und Kazoo.

Zwischendurch gab Nils Hofmann seinen instrumentalen Song „Winterstille“ zum Besten. Der Gitarrist war zuvor spontan eingesprungen, weil Tobias Geißel den Konzertabend kurzfristig absagen musste. Dann folgten zwei Höhepunkte aufeinander: Mit dem „Farbenspiel des Winds“ aus Walt Disney’s Pocahontas sorgte Anna Prokop für Gänsehaut. André Flimm sang im Anschluss die „Musik der Nacht“ (Phantom der Oper) und demonstrierte dabei, in welch gewaltigen Tönen er seine Stimmbänder schwingen lassen kann.

Die anschließende Pause nutzten die Konzertbesucher, um sich bei heißem Glühwein und frischen Brezeln aufzuwärmen. Der Andrang war so groß, dass die heißen Getränke schnell ausverkauft waren. Glücklicherweise konnten die Frauen des Stammtisches „DNS – Die Nachtschwärmer“ schnell für Nachschub sorgen. Im zweiten Konzertdurchgang versprach Hofmann „keke Weihnachtslieder mit Schmiss“. Und er ließ Taten hören. Mit rauchig-kratziger Stimme ließ er sein Publikum wissen, dass er von einem weißen Weihnachtsfest träume. Bleibenden Eindruck hinterließ er aber vor allem mit John Lennons „Imagine“.

Als vermeintlich letzten Song des Abends spielten und sangen dann alle vier Musiker zusammen „It’s christmas time“. Doch das Publikum hatte längst noch nicht genug und dachte gar nicht erst daran, die Kirche wieder zu verlassen. Mit lautem Beifall und stehenden Ovationen forderte es erst eine und dann eine weitere Zugabe. Und so hörte es zum Abschluss Leonard Cohens „Hallelujah“. Das rührte nicht wenige Besucher zu Tränen.

Wer das Konzert verpasst hat, hat am kommenden Sonntag, 16. Dezember, wieder die Möglichkeit Sören Flimm und Nils Hofmann zu hören. In der Waggonhalle in Marburg spielen beide dann ihre „Welthits aus dem Wohnzimmer“.

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