Viele Besucher beim Ostermarkt im Museum der Schwalm in Ziegenhain

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Mit dem Ostermarkt wurde auch die Museumssaison eröffnet.

Ziegenhain. Im Museum der Schwalm in Ziegenhain hängen Gemälde von Bantzer, Löns und Co., die bis zu zwei Meter groß sind – am Wochenende präsentierten Künstler jedoch Werke, die wesentlich kleiner waren. In diesem Jahr zeichnete erstmalig Dr. Simone C. De Santiago Ramos als neue Museumsleiterin verantwortlich für den Ostermarkt, den Renate und Peter Müller 1990 ins Leben gerufen hatten.

Bei schönem Frühlingswetter saß Korbmachermeister Horst Pfetzing vor dem Steinernen Haus und zeigte das alte Handwerk des Flechtens. Im Innern des Museums verteilten sich weitere 20 Aussteller auf zwei Etagen. Zwischen den Exponaten der Dauerausstellung fand sich immer wieder ein Plätzchen. So „operierte“ Anette Wiedemeier inmitten einer Schwälmer Familie an ihrem Stoffhasen und nähte ihm den Bauch zu.

Erika Ihle hatte bereits zuhause genäht. Ihre Taschen aus Schwälmer Tracht fanden viele Bewunderer. „Das Material sind ausgesonderte Teile. Ich habe dafür keine noch tragbaren Kleidungsstücke zerschnitten“, betonte die Schrecksbacherin. Für das bevorstehende Osterfest standen vor allem die Eier im Fokus der Besucher, ob die schönen Stücke von Sabine Dietz jedoch so lange halten werden, ist fraglich. Mit weißem Zuckerguss verzierte sie nämlich große Nougat- und Marzipan-Eier.

Im Kunstkabinett zeigten gleich mehrere Eier-Verzierer ihre filigrane Kunst. Larissa Graulich aus Grünberg brachte mit der Wachsbatik-Technik hessische Muster auf Hühnereier. Sabine Becker zeichnete mit spitzer Feder Schwälmer Motive auf den zerbrechlichen Grund und Namensvetterin Erika Becker aus Wehrda zeigte ihre Modelle mit Tiermotiven. „Das hier ist ein Ei vom Zebrafinken“, präsentierte sie ganz vorsichtig die kleinste Variante mit einer winzigen Blume drauf – auf dem Straußenei hingegen fanden gleich mehrere Eulen Platz.

Die Ostereier von Erich Musack waren nicht so empfindlich. Der Hobbydrechsler hatte verschiedene Ausführungen aus Massivholz. Nach dem opulenten Augenschmaus gönnten sich viele eine kleine Pause im Museums-Café bei selbstgebackenem Kuchen oder setzten sich in den urigen Lüder-Keller, wo neuerdings fleißige Frankenhainer unter anderem Schwälmer Kartoffelsuppe mit Roter-Wurst-Einlage servierten.

Die gute Resonanz zeigte, dass der Ostermarkt auch nach fast drei Jahrzehnten nichts an seiner Attraktivität verloren hat.

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