Viertklässler besuchen mit dem Museumsbus Holzburg

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Die vierte Klasse der Grundschule Guxhagen besuchte im Rahmen des Sachunterrichts das Schwälmer Dorfmuseum Holzburg mit dem Museumsbus.

Schrecksbach-Holzburg. Vergangenen Donnerstag war die Klasse 4b der Guxhagener Grundschule zu Besuch im Schwälmer Dorfmuseum Holzburg. Möglich machte es das Projekt „Museumsbus: Geschichte und Kultur erfahren“. Denn in ländlicher Region ist es oft sehr schwierig und teuer, solche Exkursionen mit dem öffentlichen Nahverkehr durchzuführen. Doch durch den Museumsbus wird für Schulklassen aller Schulformen und Jahrgangsstufen im gesamten Schwalm-Eder-Kreis für einen kostenlosen und unkomplizierten Transport gesorgt. Die Fahrtkosten werden nämlich von der LEADER-Region finanziert. Daher müsste, wenn überhaupt, nur der Eintritt selbst bezahlt werden. „Ohne den Museumsbus wäre es uns gar nicht möglich, hier zu sein“, erklärt Grundschullehrerin Susann Hartmann. Ihre Schüler machten den Museumsausflug im Rahmen des Sachunterrichts. „Die Kinder sollen das, was sie im Unterricht besprechen auch mal sehen und anfassen können“, so die Lehrerin. Das soll den Kindern das Wissen näherbringen. Ganz nach dem Motto: „Tradition zum Erleben und Heimat zum Anfassen“. Denn Zweck dieser Veranstaltung war auch, dass die Schüler ihren Heimatlandkreis kennenlernen. Die Kinder selbst waren begeistert vom Ausflug. Gespannt lauschten sie der Museumsleiterin Heidrun Merk und gaben ihr Wissen aus dem Unterricht zum Besten. Auch bei der Schatzsuche im Museum waren sie Feuer und Flamme, brachten sich aktiv und motiviert ein. „Das nenne ich mal ein lebendiges Museum“, freute sich Koordinatorin Judith Letmade. Das Projekt diene unter anderem auch dazu, regionale Museen bekannt zu machen und zu zeigen, was sie zu bieten haben. Denn es sei eine Herausforderung, museumspädagogische Angebote zu entwickeln, die kindgerecht sind und auch die Schüler selbst interessieren. Doch das Museum in Holzburg hat das mit seinem Angebot „Trachten, Tops und tolle T-Shirts: Schauen – Berühren – Verkleiden“ geschafft. Die Kinder konnten in das Geschehen eintauchen, indem sie selbst Trachten anprobierten und sich verkleideten.

Sechs Museen machen mit

Mittlerweile sind sechs ausgewählte Museen und Einrichtungen in Schwalm-Eder-Kreis Teil des Projektes. Sie haben ansprechende und zielgruppengerechte Programme entwickelt, aus denen dann das passende ausgewählt werden kann. Die Finanzierung des Eigenanteils wird von fünf Kommunen (Wabern, Borken, Schwalmstadt, Willingshausen und Schrecksbach) der LEADER-Region Schwalm-Aue getragen. „Es ist allerdings schwer, den Fuß in die Tür zu kriegen. Die Schulen müssen erstmal verstehen, dass dieses Projekt für sie nur von Vorteil ist“, sagt Letmade. In Zukunft hoffen alle Beteiligten, dass das Projekt noch besser angenommen wird. Denn es bietet die Möglichkeit, viele Aspekte der Kulturgeschichte kennenzulernen.

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