Vincent-Burek-Ausstellung im Museum der Schwalm eröffnet

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Zum 100. Geburtstag von Vincent Burek: Dr. Simone C. De Santiago Ramos und Peter Müller würdigen das Schaffen des Künstlers.
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Sie haben zwei Leihgaben zur Ausstellung beigesteuert: Ulrike und Helmut Brenzel aus Ziegenhain.
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Erinnerungen an die Kindheit: Sohn Marcus Burek (70) war mit seinen Eltern oft in Garmisch-Partenkirchen, wo dieses Bild entstand.
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Am Sonntag wurde die Ausstellung zum 100. Geburtstag von Vincent Burek eröffnet. Dazu fanden gleich zwei Vernissagen im Museum der Schwalm in Ziegenhain statt.

Schwalmstadt-Ziegenhain. Die Hälfte seines Lebens verbrachte Vincent Burek in Ziegenhain, nach dem Krieg war der Künstler in der Schwalm sesshaft geworden und lebte dort mit seiner Familie bis zu seinem Tod im Jahr 1975. Am 18. Juli wäre er 100 Jahre alt geworden, daher zeigt das Museum der Schwalm bis Ende August eine sehenswerte Werkschau seines Schaffens.

Bedingt durch die aktuellen Corona-Auflagen musste die Vernissage am vergangenen Sonntag auf zwei Veranstaltungen verteilt werden, denn es bestand großes Interesse an der Ausstellung. Am späten Vormittag begrüßte Museumsleiterin Dr. Simone C. De Santiago Ramos die Gäste im Kunstkabinett, darunter Bureks Sohn Marcus, der mit seiner Ehefrau aus Gladenbach angereist war, sowie Erster Kreisbeigeordneter Jürgen Kaufmann und Bürgermeister Stefan Pinhard.

Zum 100. Geburtstag von Vincent Burek: Dr. Simone C. De Santiago Ramos und Peter Müller würdigen das Schaffen des Künstlers.

„Ursprünglich sollte diese Ausstellung bereits zur Salatkirmes eröffnet werden, aber durch die aktuellen Umstände musste erst einmal alles auf Eis gelegt werden“, erklärte sie, „umso mehr freue ich mich, dass wir sie nun doch zeigen können“. Im vergangenen Jahr sei der Schwälmer Heimatbund durch glückliche Zufälle in den Besitz von über 20 Zeichnungen, Bildern und Linolschnitten gelangt, erklärte dessen zweite Vorsitzende – diese stammten aus dem Privatbesitz von Dr. Guido und Susanne Marx (Köln), die einen persönlichen Bezug zur Stadt hätten. „Zwei weitere Schenkungen und diverse Leihgaben ergänzen die Ausstellung, sodass wir sowohl bekannte als auch unbekannte Bilder zeigen können“, machte sie die Kunstfreunde neugierig.

Sie haben zwei Leihgaben zur Ausstellung beigesteuert: Ulrike und Helmut Brenzel aus Ziegenhain.

„Burek hat im Altkreis und darüber hinaus die künstlerische Landschaft mitgeprägt“, betonte Vizelandrat Kaufmann, „und stand dabei für den Aufbruch in die Moderne“, fügte er hinzu. „Es gibt keinen würdigeren Ort als dieses Museum“, machte der Bürgermeister deutlich – mit Blick auf das große Fassaden-Bild, das der Sanierung der Ziegenhainer Grundschule zum Opfer fiel, schlug er vor, sie in Vincent-Burek-Schule umzubenennen.

Die Laudatio hielt Peter Müller, langjähriger Museumsleiter und persönlicher Bekannter des Künstlers. Er blickte unter anderem auf die große Burek-Ausstellung vor 32 Jahren zurück. „Ich empfehle ihnen einen Spaziergang am Wallgraben, da kann man an zwei Hauswänden noch Werke von ihm sehen“, sagte er und wies auf weitere „Kunst am Bau“ hin, die Burek geschaffen hat.

Erinnerungen an die Kindheit: Sohn Marcus Burek (70) war mit seinen Eltern oft in Garmisch-Partenkirchen, wo dieses Bild entstand.

Mit dieser Thematik befasst sich auch der Vortrag von Dr. Simone C. De Santiago Ramos, den sie am 17. Juli im Museum halten wird. Nach den Redebeiträgen nahmen sich die Besucher reichlich Zeit, jedes einzelne Werk ausgiebig zu betrachten. „Das hier ist Garmisch-Partenkirchen, in der Region haben wir sehr oft Urlaub gemacht“, sagte Marcus Burek und zeigte auf eines der sogenannten „Reisebilder“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. August zu sehen, das Museum ist von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet – derzeit sind jedoch keine Gruppenführungen möglich.

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