Volles Haus beim Mundart-Theaterabend in Zella

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Mit drei Stücken brachten die Mitglieder der Theatergruppe der Sängerchöre Zella das Publikum zum Lachen.

Willingshausen-Zella. Eine marode Dorfkneipe, eine gewonnene Mittelmeer-Kreuzfahrt und der ewige Kampf der Geschlechter standen in diesem Jahr auf dem Programm, das die Theatergruppe der Sängerchöre Zella auf die Beine gestellt hatte. Am Sonntagnachmittag war der Saal Bechtel bis auf den letzten Platz besetzt. Über 300 Zuschauer freuten sich auf das alljährliche Spektakel in Schwälmer Mundart – darunter auch Gäste aus den angrenzenden Landkreisen und sogar aus Südhessen.

Den Auftakt machte der Nachwuchs im Stück „Es spükt ih de ahl Schüül“ (Es spukt in der alten Schule) spielten die Jungdarsteller mit sichtlichem Vergnügen rotzfreche Schüler, die aufgrund einer Wette zwischen dem guten und dem bösen Schulgeist (Rhianna Wirtz und Leon Ebers) einen Aufsatz über Bienen verfassen sollten. In „Ihfäll, bie ee aales Schienduur“ führte Wirtin Mariekott (Reinhilde Pfeil) ein strenges Regiment im Gasthaus „Zur Scheitlach“, darunter hatten vor allem ihr Mann Hein (Walter Friedrich) und ihr unverheirateter Sohn Hans-Kurt (Martin Kürschner) zu leiden.

Auch der amtsmüde Landrat Paul (Wilhelm Hahn) stand unter dem Pantoffel seiner dominanten Gattin Barweleis (Anneliese Ohnesorge), die obendrein noch geizig bis ins Mark war. Nach vielen humorvollen Wendungen, setzte sich am Ende die Liebe durch und Hans-Kurt verlobte sich mit der selbstbewussten Matthleis (Katrin Kyrcz), statt mit dem von seiner Mutter bevorzugten Grettchen, gespielt von Julia Rieß. „Mit den Schwälmer Schuhen meiner Oma trete ich in ihre Fußstapfen“, erklärte die 22-Jährige bei ihrem Debüt und auch René Koch stand als Doktor erstmals auf der Bühne.

Im dritten Stück, „Daheem es Daheem“, sorgten Christel und Laura Schwalm, Matthias Hett, Christian Tschepa, Alessio Baumgart und Annchen Wenzlik für Irrungen und Wirrungen im Schwälmer Land. Neben ihren beiden Cousinen Anna-Maria und Elisabeth sowie ihrem Cousin Johannes, spielten sich die siebenjährigen Zwillinge Valentina und Maximilian Bechtel in die Herzen des Publikums. Als bauernschlauer Hännes, der beim Schützenfest eine Schiffsreise gewonnen hatte, die er allerdings keinesfalls antreten wollte, brillierte ihr Onkel Kurt Bechtel.

 Zur Begeisterung der Zuschauer trat er zeitweilig sogar mit Kleid, blonder Perücke und Pumps in Größe 48 auf. Bisweilen mussten die Akteure kurze Sprechpausen einlegen, damit die Dialoge nicht im schallenden Gelächter untergingen. Wie immer kam es zum Schwälmer Happy End und das Ensemble wurde mit reichlich Applaus belohnt.

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