Volles Haus bei der Weiberfastnacht in Ziegenhain

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Auf dem Ziegenhainer Alleeplatz herrschte am Donnerstagabend eisige Kälte, doch wer es bis in die Kulturhalle schaffte, fand sich plötzlich mitten in der Karibik wieder.

„Sommer, Sonne, Strand und mehr – beim ZKV da geht’s heiß her“ hieß das Motto der diesjährigen Kampagne, dazu hatten viele fleißige Helfer die schmucklose Halle in ein Südseeparadies verwandelt.

Nicht jeder hatte Zutritt in die Partyhölle, schließlich war Weiberfastnacht – außerdem reichten die Plätze im ausverkauften Saal gerade einmal für die Närrinnen. Bereits zum achten Mal hatten die „Black Pearls“ ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, mit ihrem Tanz „Die Reise beginnt“ eröffneten sie den Marathon der guten Laune. Jede schwarze Perle ging anschließend zu einer der Tischreihen und vollführte, ähnlich wie im Flugzeug, die Sicherheitshinweise – am Ende hielt jede Besucherin ihre Bordkarte in Händen.

Zum reinen Mädels-Abend hatten sich alle phantasievoll herausgeputzt, Renate Schuster und Marion Radtke etwa präsentierten sich in selbstentworfener Schwälmer Badetracht, Hanne Teufel ging als süße Eistüte mit Früchten und Susanne Hasenpflug schwang als weiblicher Neptun den Dreizack. Die Ziegenhainer Hexen, früher selbst Organisatorinnen der Veranstaltung, feierten im bunten Party-Outfit und feuerten das eine ums andere Mal Konfetti-Salven in die Luft. Moderatorin Hella Lecker hatte sich ebenfalls einen ganz besonderen Dress ausgesucht, im roten Badeanzug rannte sie zur Titelmelodie von „Baywatch“ als Rettungsschwimmerin in Zeitlupe durch den Saal und erklomm unter tosendem Beifall die Bühne - so nahm das Narrenschiff Fahrt auf.

Im Sketch „Fernseher“ wurde von einem Sender zum anderen geschaltet, die Bruchstücke aus Sportkanal, Koch-Show, Baby-TV und Landfunk ergaben ein lustiges Durcheinander. Die Tanzeinlagen der Garden begeisterten ebenso wie das Ein-Mann-Showorchester Manfred Kasper, das die Gäste zwischendrin regelmäßig zum Schunkeln brachte. Neben weiteren Auftritten, war vor allem die Schwarzlicht-Show der Black Pearls sehenswert, für die sie sich auch über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben. Nach gut vier Stunden Programm hatten die „Weiber“ aber noch lange nicht genug - bis in den Morgen feierten sie fröhlich weiter.

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