Wallgraben in Ziegenhain soll saniert werden

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Schluss mit toten Fischen: Hessens Finanzministerium will Wallgraben in Ziegenhain sanieren.

Ziegenhain. Rund vier Monate ist es her, dass der katastrophale Zustand des Wallgrabens in Ziegenhain in den Fokus rückte. Im Hochsommer dieses Jahres wurde die Tragweite der Vernachlässigung der Sanierungs- und Entschlammungsarbeiten deutlich. Während der lang anhaltenden, sommerlichen Temperaturen sank der Wasserspiegel unaufhaltsam, das Gewässer kippte und etliche stinkende Fisch-Kadaver trieben an der Oberfläche (wir berichteten).

Der ekelhafte Gestank, der vor allem den Anwohnern des Wallgrabens in die Nase stieg, und das verstörende Bild der vielen toten Fische sollen sich nicht wiederholen. Gegenüber LOKALO24 versprach René Brosius, Pressesprecher des Hessischen Justizminsteriums, dass im Frühjahr 2016 mit den dringend notwendigen Sanierungs- und Entschlammungsmaßnahmen des Wallgrabens begonnen werden soll.

Justizministerin Kühne-Hörmann gibt neueste Infos

Und tatsächlich: Am Donnerstag, 5. November, findet hierzu ab 18.30 Uhr eine Bürgerversammlung in der Ziegenhainer Kulturhalle statt. Dann werden auch Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und einige Vertreter des Hessischen Baumanagements anwesend sein.

Und das wird Zeit. Denn: Bereits seit dem Jahr 2006 ist bekannt, dass noch immer Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Grund des Wallgrabens liegen. Der ist zudem stark verschlammt. Die Fischerei-Nutzung musste deshalb eingestellt werden. Seither dürfen auch die Randgebiete des Wallgrabens nicht mehr betreten werden. Im April 2009 machte der Kampfmittelräumdienst erste Tauchgänge.

Im Februar 2011 gab es eine Zusage des Hessischen Justizministeriums, dem Eigentümer des Wallgrabens, dass noch im gleichen Jahr mit der Beseitigung der Munitionsreste begonnen werden sollte. Nach Beendigung der Arbeiten sollte die Stadt Schwalmstadt den Wallgraben übernehmen. Dies wurde damals jedoch abgelehnt. In der Folge blieben mehrere Sachstands-Anfragen durch das Stadtparlament ergebnislos. Verantwortlichkeiten für den Wallgraben wurden immer wieder hin und her geschoben. Ministerwechsel und der Wechsel der Zuständigkeiten brachten also keine weiteren Ergebnisse und Lösungen.

Im Sommer dieses Jahres dann der Höhepunkt: das Fischsterben in großem Ausmaß. Zehn Tage dauerte es, bis das Justizministerium die toten Fische barg und zwei Belüftungsanlagen im Wallgraben installierten, um mehr Sauerstoff zuzuführen.

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