Warnstreik bei WMZ: Gewerkschaft fordert verbindliche Regelung für Urlaubs-und Weihnachtsgeld

Machen Druck: Die Beschäftigten von WMZ fordern von ihrem Arbeitgeber eine verbindliche Zusage für Urlaubs-und Weihnachtsgeld.
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Machen Druck: Die Beschäftigten von WMZ fordern von ihrem Arbeitgeber eine verbindliche Zusage für Urlaubs-und Weihnachtsgeld.

Rund 60 Mitarbeiter der Schwalmstädter Firma sind heute vormittag auf die Straße gegangen. Mit dem Warnstreik möchte die IG Metall den Druck auf die Geschäftsführung von WMZ Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH) erhöhen.

Ziegenhain. Der Konflikt schwele bereits ein Jahr, sagt Mario Wolf, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Mittelhessen. Die Geschäftsführung der Firma habe einseitig beschlossen, den Beschäftigten für das Jahr 2020 kein Urlaubs-und Weihnachtsgeld auszubezahlen.

Die IG Metall fordert nun vom Arbeitgeber Verhandlungen über einen Tarifvertrag zum Urlaubs-und Weihnachtsgeld sowie die Zahlung einer Corona-Beihilfe. Die vorangegangenen Gespräche verliefen aus Sicht der IG Metall bislang erfolglos, denn der Arbeitgeber möchte keine nennenswerten Zugeständnisse gegenüber der Belegschaft machen. Trotz der Corona bedingten Einschränkungen sind die Mitglieder der IG Metall sichtbar, lautstark und präsent bei WMZ.

Am heutigen Warnstreikbeteiligten sich im Rahmen einer Frühschluss-Aktion nach Angaben der Gewerkschaft insgesamt 60 Kollegen. Ab 11 Uhr legten die Beschäftigtender Frühschicht bereits mehrere Stunden früher als sonst üblich die Arbeit nieder. Die Beschäftigten informierten sich unter Einhaltung der Abstands-und Hygieneregeln vor dem Tor am Stand der IG Metall über die nächsten Schritte und setzten im Anschluss den Warnstreik coronakonform zu Hause fort. Auch die Spätschicht ist zum Warnstreik aufgerufen.

Wolf kündigte weitere Aktionen an und forderte den Arbeitgeber auf, die Anliegen der Beschäftigten ernst zu nehmen und endlich einen vernünftigen Kompromiss zu finden.„Die Geschäftsführung behandelt ihre Beschäftigten respektlos und das machen wir heute öffentlich, deshalb wird gestreikt. Wir wollen für unsere Kolleginnen und Kollegen sichere Arbeitsbedingungen, erst recht in Zeiten von Corona. Dazu gehört für uns ein verbindlicher Anspruch auf Urlaubs-und Weihnachtsgeld.“, so Wolf.

Frank Eifert, der Betriebsratsvorsitzende von WMZ erklärt dazu: „Wir fordern von der Geschäftsführung eine verbindliche Zusage für unser Urlaubs-und Weihnachtsgeld. So geht es nicht weiter, das Vertrauen der Belegschaft wurde im vergangen Jahr verspielt.“

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