Wasenberger Autorin liest aus ihrem Debüt-Roman "Sturmgründe"

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Las vor fast 30 zumeist weiblichen Zuhörern: Schriftstellerin Constanze Keidel.

Constanze Keidel hat vor Kurzem ihre erste Lesung gehalten. Bald sollen noch weitere folgen.

Willingshausen-Wasenberg. Es ist Donnerstagabend. Altweiberfasching. Der Gemeindesaal von Wasenberg, in dem im Winter die Gottesdienste stattfinden, ist gut besucht. Doch die fast 30 zumeist weiblichen Besucher haben sich weder zum Gottesdienst eingefunden, noch feiern sie Fastnacht. Stattdessen lauschen sie gespannt der Wasenberger Autorin Constanze Keidel, die aus ihrem Debütroman „Sturmgründe“ vorliest.

„Ich fange mit dem an, was Sie wohl eher von Waschmaschinen kennen“, erklärt Keidel und beginnt mit der Gebrauchsanweisung, die dem Roman vorangestellt ist. Daraus erfährt das Publikum, dass die Romanhandlung in eine Rahmenerzählung eingebettet ist, die man je nach Lesemotivation auch einfach überblättern kann. In diesem Erzählrahmen beschließt eine frustrierte Lehrerin, einen Roman zu schreiben, der sie reich und berühmt machen soll. „Autobiographische Zusammenhänge sind rein zufällig“, behauptet Keidel und grinst ins Publikum.

Anschließend wird aus dem eigentlichen Roman vorgelesen, wobei Keidel die Zuhörer immer tiefer in die mystische Welt des Schlossinternats Altenstein entführt. Gebannt erfährt das Publikum von der Schulpsychologin Catharina G. Jung und deren Begegnung mit der gruseligen Internatsköchin Grete Mangold. Diese behauptet, dass Catharina in großer Gefahr sei, wenn sie auf Altenstein bleibe. Mit düsterer Stimme und dunklen Blicken ins Publikum beschreibt Keidel, wie die Protagonistin in der Folge von merkwürdigen Träumen und entsetzlichen Gerüchen heimgesucht wird, bis ihr klar wird, dass die Warnungen der Internatsköchin einen durchaus realen Grund haben.

Während das Publikum von Catharinas Begegnung mit einem untoten Grafen und dessen finsterer Vergangenheit erfährt, kann man im Wasenberger Gemeindesaal eine Stecknadel fallen hören. Doch wie der Roman selbst endet auch Keidels Lesung mit einem Cliffhanger, der das Publikum gespannt, aber ratlos zurücklässt. „Wenn Sie mehr erfahren wollen, können Sie den Roman natürlich auch gleich kaufen und signieren lassen“, erklärt Keidel lachend – ein Angebot, dass zahlreiche neugierig gewordene Zuhörerinnen gern annehmen.

Im Anschluss an die Lesung steht die Autorin außerdem den Fragen des Publikums Rede und Antwort. Dabei zeigt sich, dass die gebürtige Vogelsbergerin bereits seit mehreren Jahren unter ihrem bürgerlichen Namen in Wasenberg lebt, aber sich an diesem Abend „zum ersten Mal in der Schwalm aus der Deckung wagt“, wie sie zugibt. Danach berichtet sie sehr persönlich über die Entstehung ihres Romans in schweren Zeiten, über ihren geliebten Brotberuf als Lehrerin und darüber, wie sie das Schreiben verändert hat. Nach dem gelungenen Auftakt in Wasenberg sind jetzt weitere Lesungen in der Umgebung und darüber hinaus geplant.

Bei Interesse kann man die Autorin jederzeit kontaktieren und Termine absprechen. Informationen findet man auch auf der Homepage, Facebook und Instagram. E-Mail: constanzekeidel@gmail.com

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