Fehler am Bau: Wasserschaden im Hospiz Kellerwald in Gilserberg

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Nach Wasserschaden: Bevor die Sanierung beginnen kann, muss die Restfeuchtigkeit aus dem Raum gezogen werden.

Nachlässige Arbeit der Bauarbeiter: Ein nicht fachgerecht angebrachtes Waschbecken sorgte für einen Wasserschaden.

Gilserberg. Fünf Monate ist es her, als das Hospiz Kellerwald in Gilseberg seinen Betrieb aufnahm. Für Menschen, die ihren letzten Lebensweg begonnen haben, ist es ein Ort der Ruhe und Entspannung. Vor circa zwei Wochen machten die Mitarbeiter allerdings eine erschreckende Entdeckung: eine Wand in einem Dienstzimmer war feucht. Hospizleiterin Erika Karama handelte sofort und informierte den Architekten. Der daraufhin angeforderte Handwerker musste feststellen, dass seit mehreren Monaten Wasser in die Wand geflossen war. Der Grund war ein Waschbecken, das während des Baus nicht fachgerecht an angeschlossen wurde.

„Es ist sehr ärgerlich, doch glücklicherweise können wir unseren Betrieb ohne größere Einschränkungen weiterführen. Wir müssen einfach nur ein bisschen improvisieren“, erklärt Karama. Obwohl die Feuchtigkeit in den Fluren und den einzelnen Zimmern weder zu spüren noch zu riechen ist, wurden die Gäste vorsorglich weit entfernt vom feuchten Raum in den rechten Flügel verlegt. Lediglich die Anzahl der zu versorgenden Menschen wurde von der Betreuungs- und Pflegeaufsicht auf sechs Gäste verringert (ausgelegt ist das Hospiz auf elf Gäste). „Für uns ist es wichtig, dass wir am Netz bleiben und unsere Gäste weiterhin gut versorgen können. Alles andere wäre nicht tragbar“, erklärt Andreas Beck, Geschäftsführer der Paritätischen Projekte gGmbH, Träger des Hospizes.

Auch die Mitarbeiter seien keinen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt und können uneingeschränkt die Gäste versorgen. Im betreffenden Raum wurde die feuchte Wand bereits abgetragen. Ein Belüftungsgerät zieht derzeit die restliche Feuchtigkeit heraus. Wie lange die Sanierungsarbeiten andauern werden, kann Karama nicht sagen. „Wir gehen ganz grob von drei Monaten aus. Aber die Dauer hängt damit zusammen, ob das Wasser weitere Schäden angerichtet hat, von denen wir bisher nichts wissen“, erklärt sie. Die Ungewissheit soll ein Sachverständiger innerhalb der nächsten Tage klären.

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