Wegen Einsturzgefahr: Abriss-Bagger rollen im Neukirchener Schulzentrum

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Das Neukirchener Schulzentrum im Umbau: Alle Gebäude der Astrid-Lindgren-Schule (bis auf das Verwaltungsgebäude) und ein Drittel der Steinwaldschule mussten kurz vor den Sommerferien 2018 wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Inzwischen ist das Gebäude G abgerissen. Die Gebäude C und F sollen folgen.

Das Gebäude G am Schulzentrum Neukirchen ist bereits abgerissen. Die Gebäude C und F sollen bald folgen. Grund der Abrissarbeiten sind die erheblichen Mängel, die während routinemäßiger Sanierungsarbeiten aufgefallen waren. Teile der Astrid-Lindgren-Schule und Steinwaldschule sind einsturzgefährdet.

Eigentlich sollten es bloß routinemäßige Sanierungsarbeiten werden, die kurz vor den Sommerferien 2018 an einem Gebäude der Neukirchener Astrid-Lindgren-Schule (Grundschule) starteten. Doch kaum waren die nötigen Arbeiten aufgenommen, da folgte die Hiobsbotschaft: Große Risse und Hohlräume waren zu sehen. Das Schulgebäude erwies sich als einsturzgefährdet.

Die zuständige Baubetreuerin war sofort veranlasst worden, genauer hinzuschauen – zum Glück, wie sich schnell herausstellte. Nachdem im Innenbereich einige Heizkörper abmontiert worden waren, kamen weitere Schäden an den Innenwänden zum Vorschein. Zwei Experten, ein Statiker und ein Prüfstatiker wurden hinzugezogen. Sie stuften das Schulgebäude G als nicht standsicher ein.

Landrat Winfried Becker ließ die Astrid-Lindgren-Schule und Teile der Steinwaldschule (Gesamtschule) – nämlich jene Gebäude, die vom selben Architekten zur gleichen Zeit und auf gleiche Bauart errichtet worden sind – sofort schließen. Das ist inzwischen gut neun Monate her. Seither findet der Unterricht für viele Kinder und Jugendliche in speziellen Klassen-Containern statt.

Die Reste des Gebäudes G während der Abrissarbeiten in der vergangenen Woche.

Wann die Zwischenlösung zu einem Ende kommt und die Schüler ihre neuen Räume beziehen können, ist noch nicht absehbar. Zwar hat die Firma Birkelbach aus Kassel das Gebäude G bereits vollständig abgerissen, doch müssen auch noch die Gebäude C und F folgen. Hierfür sollen umgehend die Abrissgenehmigungen beantragt werden, hieß es unter der Woche aus der Kreisverwaltung.

Kosten der gesamten Abrissarbeiten: rund 90.000 Euro. Bevor dann überhaupt ein Neubau entstehen kann, muss eine baureife Planung vorliegen. Die Vergabe des Projektplaners für die Durchführung der europaweiten Ausschreibung kommt jetzt zum Abschluss. Im April erfolgt dann die europaweite Ausschreibung der Architektenleistungen für den geplanten Neubau. „Wir gehen davon aus, dass wir im September mit den ersten Planungsgesprächen beginnen können“, so Stephan Bürger, Pressesprecher der Kreisverwaltung.

Weil noch keine Pläne für die Neubauten existieren, gibt es auch noch keinen Aufschluss darüber, wie hoch die Kosten dafür sein werden. „Eine erste grobe Schätzung geht von acht Millionen Euro für die Grundschule und vier Millionen Euro für die Gesamtschule aus“, so Stephan Bürger.

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