Wünschewagen fährt todkranke Menschen zu ihren Lieblingsorten

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Fährt die Patienten zu ihren Lieblingsorten: Der Wünschewagen.

Todkranken Menschen ist es oft nicht möglich, noch einmal einen Ausflug zu machen. Mit dem neuen ASB-Wünschewagen gehen einige Träume allerdings doch noch in Erfüllung.

Nordhessen. Es sind unerfüllte Wünsche, an die sich todkranke Menschen auf ihrem letzten Lebensweg erinnern. Doch oftmals ist es ihnen nicht mehr möglich, das Versäumte nachzuholen. Die Fahrten ans Meer, zu einem Konzert oder zu einem Verwandten sind aus medizinischen Gründen nicht realisierbar.

Spezialanfertigung: Der Wünschewagen ist mit allem ausgestattet, um schwerkranke Menschen zu transportieren.

Das Projekt „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) soll auch schwerstkranken Menschen, die bettlägerig und auf medizinische Versorgung angewiesen sind, eine Reise ermöglichen. Im umgebauten Krankenwagen ist die nötige medizinische Ausrüstung enthalten, doch in erster Linie soll im Innern eine angenehme Atmosphäre entstehen. Eine Rundum-Verglasung bietet den Patienten beispielsweise einen Panoramablick, Licht und Farben werden auf die Vorlieben des Patienten abgestimmt. Außerdem ist genug Platz für eine Begleitperson vorhanden.

Anfragen gibt es auch aus Nordhessen

Seit dem 24. Februar ist auch in Hessen ein Wünschewagen unterwegs. „Die Organisation ist zeitintensiv und gar nicht so einfach, weil viele Ehrenamtliche mitarbeiten. Noch stehen wir am Anfang, aber wir haben bereits einige Anfragen, darunter auch welche aus Nordhessen“, sagt Petra Gehrmann, die das Projekt in Hessen betreut.

Petra Gehrmann.

Die Fahrten werden durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Sponsoren finanziert. Für den Patienten und dessen Angehörigen entstehen so keine Kosten. Auch anfallende Eintrittsgelder und Übernachtungskosten werden übernommen. Inspiriert von einer Idee aus den Niederlanden, startete der ASB Regionalverband Ruhr das Projekt im Sommer 2014 erstmals in Deutschland.

Mittlerweile ist der Wünschewagen in neun Bundesländern unterwegs. „Dieses Projekt ist für die Patienten, aber auch für deren Angehörige wichtig. Sie mobilisieren noch einmal ihre Kräfte und bringen den Mut auf, ihrem Wunsch nachzugehen. Das kann auch einen schönen gemeinsamen Abschluss mit dem Partner ermöglichen. Es ist einfach sehr bedeutsam“, fasst Gehrmann zusammen. Meist seien es Angehörige, die den Patienten über das Formular auf der Internetseite www.wuenschewagen.de anmelden.

Dort werden bereits Fragen zum Wunschziel und dem Krankheitsbild abgefragt. „Sobald wir eine Anmeldung erhalten, nehmen wir mit dem Auftraggeber Kontakt auf und sprechen Details ab. Die Dauer zwischen der Bearbeitung und der Fahrt variiert“, erklärt Gehrmann. In dringenden Fällen können sie und ihre Kollegen aber auch innerhalb weniger Tage den Ausflug organisieren.

„Wir wollen so viele Wünsche wie möglich erfüllen und sind bereit, rund um die Uhr zu fahren.“ Zwei Fahrten haben in Hessen bereits stattgefunden. „Die Reaktionen waren durchweg positiv und die Menschen glücklich“, freut sich Gehrmann. Die Besonderheit an diesem Projekt erkenne sie an den leuchten den Augen der Patienten, wenn sie am Ziel angekommen sind.

+++ Extra Info +++

So können Sie das Projekt unterstützen

Der Wünschewagen wird zu einem Großteil aus Spenden finanziert. Wer das Projekt in Hessen unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto einen Betrag überweisen:

Kontoinhaber: ASB Landesverband Hessen e.V.

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE55 5502 0500 0007 1330 55

BIC: BFSWDE33MNZ

Verwendungszweck: Wünschewagen

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