XXL-Fischzucht im alten Möbelhaus Dietz: In Wasenberg schwimmen bald Malawi-Buntbarsche

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Gaus’ Faszination für Aquaristik entstand vor 22 Jahren. Weil die bunten Zierfische aus seiner Zucht schnell gefragt waren und ein lukratives Geschäft ermöglichten, meldete der Eisengießer Gewerbe an. Zwei Jahre lang arbeitete er parallel bei der Firma Fritz Winter in Stadtallendorf bis er sich schließlich voll seiner Leidenschaft widmete und das „Aquahaus Gaus“ in Neustadt gründete.

Die Malawi-Buntbarsche von Nikolaj Gaus sind gefragt. Großkunden und Privatpersonen aus der ganzen Welt bestellen die Fische. Weil die Nachfrage groß ist, expandiert Gaus nach Wasenberg. Im ehemaligen Möbelhaus Dietz soll auf stolzen 3.500 Quadratmetern eine XXL-Fischzucht entstehen.

Neustadt/Wasenberg. Stolze 700 Aquarien nennt Nikolaj Gaus aus Neustadt (Kreis Marburg-Biedenkopf) sein Eigen. In seinem „Aquahaus Gaus“ züchtet der 44-Jährige Malawi-Buntbarsche.

Aus dem ehemaligen Möbelhaus Dietz in Willingshausen-Wasenberg wird eine XXL-Fischzucht.

Die Zierfische, die ausschließlich im afrikanischen Malawi-See beheimatet sind, haben es dem Neustädter so sehr angetan, dass er aus seinem Hobby seinen Beruf gemacht hat. „Wir pflegen hier rund 20 Prozent des natürlichen Bestands dieser Fische. Wir haben etwa 200 Unterarten“, sagt Gaus nicht ohne Stolz.

„Und es sollen noch mehr werden. Deshalb expandieren wir nach Wasenberg“, fügt er hinzu. Der Leerstand des ehemaligen Möbelhauses Dietz im Willingshäuser Ortsteil sei ihm gerade Recht gekommen. Seine Frau habe die Immobilie gekauft. Auf satten 3.500 Quadratmetern will Gaus seine Leidenschaft ausleben und künftig noch mehr Malawi-Buntbarsche züchten.

Bis es soweit ist, stehe allerdings noch eine Menge Arbeit an. Aktuell werden noch fleißig Vorarbeiten geleistet. Die vielen Regale, in die später die Aquarien eingesetzt werden, fertigt der 44-Jährige eigenhändig an. Auch die Zuleitungen für Wasser und Sauerstoff müssen noch gelegt werden. Erst dann beginnt die Anlieferung der Aquarien – ganze 2.000 Becken sollen aufgestellt werden. Die Nachfrage berechtige die Größenordnung.

Auf stolzen 3.500 Quadratmetern will Gaus 2.000 Auarien aufstellen und darin seine Malawi-Buntbarsche züchten. „Ein Mammut-Projekt“, wie der Neustädter sagt. Die übrigen 2.000 Quadratmeter im ehemaligen Möbelhaus sollen vermietet werden.

„Wir versenden unsere Fische in die ganze Welt – sowohl an Großhändler, als auch an Privatpersonen. 80 Prozent unseres Geschäfts machen wir online“, so Gaus. Bleibt die Frage, warum er ausgerechnet und ausschließlich Malawi-Buntbarsche züchtet. „Das sind einfach die interessantesten Fische. Sie sind Maulbrüter. Das heißt: Die Weibchen tragen ihre Jungfische mindestens drei Wochen lang im Maul. „Dann öffnet sie ihren Mund und lässt die Kleinen herausschwimmen. Und bei Gefahr flüchten sie wieder schnell ins Maul ihrer Mutter“, erklärt Gaus begeistert.

Aber auch das Beobachten der Männchen lohne sich: „Vor allem, wenn sie einen geeigneten Laichplatz herrichten. Nicht selten graben sie dann den gesamten Kies im Aquarium um. Da kommt man morgens an die Scheibe und erkennt die Einrichtung seines eigenen Beckens nicht mehr.“ Zudem erstrahlen manche Männchen zur Brutzeit in den schönsten Farben. Gaus’ Angebot gibt’s auf aquahaus-gaus.de.

Buntbarsche wie dieser finden in Wasenberg auf 3.500 Quadratmetern ein neues Zuhause.

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