Ziegenhain: Christa Burri wünscht sich Gesundheit zu Weihnachten

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Nach ihrer jahrelangen und erfolgreichen Chemothearpie gegen den Krebs hofft Christa Burri nun, gesund zu bleiben.

Ziegenhain.Weihnachten steht vor der Tür. Unternehmer wittern das große Geschäft. Die Listen auf vielen Wunschzetteln sind lang. Anders bei Christa Burri aus Ziegenhain. Die 72-Jährige wünscht sich nichts außer Gesundheit.Kein Wunder, hatte gerade die sie doch in der vergangenen Zeit im Stich gelassen.

Im Sommer 2013 litt Burri plötzlich an Atembeschwerden. Sie bekam kaum Luft. Jede noch so kleine Bewegung wurde zu einer riesigen Anstrengung. Burri ging zum Arzt. Im Krankenhaus stellten die Mediziner eine vergrößerte Lymphdrüse fest."Ich musste ins Klinikum nach Marburg. Dann war alles gut", erinnert sich Burri.

Einem unbeschwerten Lebensabend stand also nichts mehr im Wege. Von wegen! Nur eine Woche nach Entlassung erreichte Burri ein Anruf aus Marbug. "Wir haben da etwas gefunden. Sie müssen sich noch einmal vorstellen", sagte eine Stimme am anderen Ende der Leitung. Noch hatte Burri keinen blassen Schimmer, was sie erwarten würde.

Nach etlichen Untersuchungen dann die traurige Gewissheit: Die Seniorin war schwerkrank. Diagnose: Ein Lymphom im Schilddrüsen-Gewebe. Der Tumor war bösartig. Und er war schnellwachsend. "Ich bin aus allen Wolken gefallen. Vorher war ich so gut wie nie krank", sagt Burri. Die Ärzte raten der Ziegenhainerin zur Chemotherapie.

Burris Angst vor der Behandlung und ihren Folgen war immens. Doch ihr blieben weder Alternativen, noch viel Zeit zum Überlegen. "Ich hätte im schlimmsten Fall innerhalb von einem halben Jahr ersticken können", sagt die 72-Jährige. Und so trat Burri – auf Empfehlung der Marburger Ärzte – eine Chemo-Behandlung im Asklepios Klinikum in Ziegenhain an.

Ein ganzes Jahr lang musste sie sich alle drei bis vier Wochen der Behandlung des Spezialisten Dr. Raghdan Baroudi unterziehen. "Das war sehr anstrengend. Ich habe fast 15 Kilo abgenommen, weil ich nach jeder Chemo etwa fünf Tage lang nichts essen konnte", sagt Burri. Auch für ihren Ehemann Gerhard war diese Zeit kein Pappenstiel. Der 70-Jährige ist Diabetiker und beinamputiert. Als seine Frau krank und schwach war, musste er sich selbst versorgen.

Burri macht Betroffenen Mut

Inzwischen macht Christa Burri auch anderen Betroffenen Mut: "Ich bin Dr. Baroudi und den Schwestern seiner Station dankbar, dass sie mich geheilt haben. Ich kann jedem zu einer Chemotherapie raten. Die hilft mehr, als sie schadet." Noch bis vor Kurzem trug die sympathische Rentnerin eine Perücke.

Die braucht sie heute nicht mehr. Denn die gelockten, braunen Haare sind nachgewachsen. "Und sie sind wirklich schön", sagt Burri stolz. Eines aber habe sich seit ihrer Erkrankung und der erfolgreichen Therapie grundlegend und für immer geändert: "Ich lebe jetzt viel bewusster. Und deshalb wünsche ich mir zu Weihnachten nichts anderes als Gesundheit."

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