Ziegenhain: Restaurant Highlander verkauft Kunst für den guten Zweck

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Der Gastronom mit dem Hang zur Kunst: Heinz-Georg Möller brachte zwölf Bilder aus Uruguay mit. Jetzt verkauft er sie zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes.

Kunst für den guten Zweck verkauft aktuell das Restaurant Highlander in Schwalmstadt-Ziegenhain. Inhaber Heinz-Georg Möller hat 12 Gemälde aus Uruguay mitgebracht und verrät, wem der Erlös zu Gute kommt:

Heinz-Georg Möller ist in der Schwalm vor allem für sein Restaurant Highlander in Ziegenhain und für die dortigen Speisen bekannt. Stammgäste des Lokals im Gewerbegebiet „Saure Wiesen“ wissen aber auch: Der gebürtige Hochländer ist begeisterter Sammler von südamerikanischer Kunst.

Das beweist auch aktuell wieder ein Blick in die Räumlichkeiten des Restaurants. Zwölf sehenswerte Gemälde zieren die dortigen Wände. Darauf zu sehen sind südamerikanische Motive wie Szenen aus Tango- und Candombe-Tänzen. Die „Neue Welt“ hat es Möller angetan. Seit 1994 reist er regelmäßig nach Chile, Argentinien oder Uruguay. Dort schaltet er ab, lässt die Seele baumeln, lernt Mensch, Natur und Kultur kennen.

Mehr als nur Urlaub

Zu gerne reitet Möller auf Pferden durch den südamerikanischen Sommer und fährt auf Motorrädern etwa den Rio Mapocho entlang. Erst vor Kurzem verbrachte der Moischeider wieder einige Zeit in Uruguay. Zunächst machte der reisebegeisterte Hochländer in Paraguay Halt. Von dort aus ging es mit dem Bus nach Argentinien und schließlich mit der Fähre über den Rio de la Plata nach Uruguay.

Möllers Ziel: Colonia de Sacramento – die älteste Stadt des Landes. „Ich wäre am liebsten dort geblieben“, schwärmt der Gastronom, als er sich wieder zu Hause befindet. Das Klima in Uruguay sei einfach wunderbar: „Dort wächst der Wein neben Soja und Mais, beobachtet vom Angus-Rind. Diese Vielfältigkeit ist atemberaubend.“ Vor Ort fahre Möller immer einfach drauf los. Wenn er aus einem Bus steige, sehe er sich in aller Ruhe um. Dann lasse er alles auf sich wirken. „Ich bin wieder allein gereist. So lernt man die Menschen und die Region wirklich kennen“, sagt Möller.

In rund 12.000 Kilometer Entfernung zu seinem Zuhause komme der gastronom so auch in Gespräche mit Weinbauern, Viehzüchtern und Köchen. Die Auszeit , die sich Möller in regelmäßig Südamerika nimmt, sei weitaus mehr als Urlaub. Denn: „Ich nutze die Zeit auch immer, um neue Rezepte kennenzulernen und Ideen aufzugreifen. Die versuche ich dann auch in Deutschland umzusetzen.“ Von seinen Ausflügen profitieren also auch die Gäste seines Restaurants. Und regelmäßig auch die Ziegenhainer Vereine und Verbände.

Kunst als dritte Leidenschaft

Denn Möller hat neben dem Reisen und dem Kochen eine dritte Leidenschaft: die Kunst. Wenn er Zeit in Südamerika verbringt, dann zieht es ihn auch immer zu den dortigen, kleinen Künstlerkolonien. In Montevideo wurde Möller auch diesmal wieder fündig. Auf einem kleinen Marktplatz erwarb er zwölf Gemälde. Die stellt er aktuell im Restaurant Highlander aus. Wem die Kunst gefällt, kann sie käuflich erwerben. Der Großteil vom Erlös kommt diesmal dem DRK Kreisverband Schwalm-Eder zu Gute.

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