Zweiter Mundart-Abend im Museum der Schwalm in Ziegenhain

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Wieder einmal wurde das Publikum mit verschiedenen Beiträgen unterhalten.

Ziegenhain. Vor einem Jahr initiierte Peter Reuter vom Schwälmer Heimatbund den ersten Mundart-Abend im Museum der Schwalm. Bereits damals folgten rund 60 Fans und Neugierige der Einladung. Zur Neuauflage am Dienstag wurde es eng im Kunstkabinett, denn diesmal fanden sich zwei Dutzend Gäste mehr ein – doch schließlich gab es für jeden ein passendes Plätzchen.

„Ich bin begeistert, dass so viele gekommen sind“, sagte Reuter in seiner Begrüßung. „Es gibt heute wieder viel zu hören, zu sehen und sogar etwas zum Mitsingen“. Der Harmonika-Club aus Mengsberg eröffnete den Abend musikalisch, dann berichtete Marlies Orth über den amüsant-spannenden Ausflug von Hans-Klus, seiner Frau Els und dem kleinen Jaköbchen in die Großstadt Kassel.

„Ber verstidd do Schwälmisch nit“, wollte Walter Friedrich von den Gästen wissen, was so viel heißt wie „wer versteht kein Schwälmer Platt“. Die Schwalm sei sprachlich eine Insel, die von Schrecksbach bis Frielendorf reiche, so der Mundart-Forscher aus Zella, doch unterläge auch hier die Sprache Einflüssen von außen. Begriffe aus dem Jiddischen oder dem Französischen etwa seien im Laufe der Zeit in den Sprachgebrauch integriert worden.

Mit einem kleinen Vokabeltest prüfte er das Wissen der Anwesenden. „Bulse stragg“ (bolzengerade), „hockescheeb“ (schief) oder auch „Dalchlicht“ (Kerze) war vielen geläufig, sogar den Städtern. Das bekannte Lied „Hoppsa Schwälmer lissche, dons e bissche“, lud den ganzen Saal zum Mitsingen ein.

„Appelkenner machen schieh un schlau“ (Apfelkerne machen schön und schlau), lautete im wahrsten Sinne des Wortes die Kernaussage des Streitgesprächs, das die Kinder der Mundartgruppe Mengsberg zur Begeisterung des Publikums führten. Johannes Bechtel trug ein Gedicht über „Gretche und Hännes“ vor, das er schon vor 20 Jahren, bei einem seiner ersten Auftritte am Theaterabend in Zella, zum Besten gegeben hatte.

Mit ihrem Sketch über eine Vermisstenanzeige gaben Reinhilde Pfeil und Christel Schwalm noch einmal einen amüsanten Einblick in den Schwälmer Alltag. Nach anderthalb Stunden mündete das kurzweilige Programm in einem gemeinsamen Imbiss, nach dem Ohrenschmaus durfte der Gaumenschmaus nicht zu kurz kommen – natürlich mit Schwälmer Wurstbrot und Bier.

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