Schwalm-Eder-Genossen auf Bildungsfahrt

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Schwalm-Eder. Die EU-Abgeordnete Barbara Weiler (SPD) hat ihre letzten Gäste aus Nordhessen in Brüssel empfangen. Sie tritt nicht mehr zur Wahl an.

Schwalm-Eder. Einblicke ins politische Tagesgeschäft in Brüssel und Ausblicke auf eine Zukunft nach sozialdemokratischer Fasson erhielten die Teilnehmer einer Tagesfahrt zum Europäischen Parlament.

Typisch belgisches Regenwetter war zwar angekündigt, doch zeigte sich Brüssel der kleinen Schar Genossen aus dem Schwalm-Eder-Kreis von seiner frühlingshaften Seite. Zum Besuch der europäischen Hauptstadt hatte die nordhessischen Europaabgeordneten Barbara Weiler eingeladen. Die Parlamentarierin nahm sich reichlich Zeit für ihre Gäste – die letzte Gruppe, die sie in ihrer langen Parlamentszeit in Brüssel empfangen hat. Nach 20 Jahren tritt die Sozialdemokratin zur Europawahl Ende Mai nicht mehr an. "Fragt, was ihr immer schon mal zur EU fragen wolltet", lautete das Motto einer einstündigen Diskussionsrunde mit der erfahrenen Politikerin. Dabei wurde mit Mythen zu krummen Gurken oder Olivenölkännchen aufgeräumt und sehr deutlich gemacht, wie wichtig Europa ist, vor allem für Deutschland.

Eine anschließende Stippvisite im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz fiel etwas anders aus als gedacht. Die angekündigte Debatte mit dem Verbraucherschutzkommissar Neven Mimica musste kurzfristig abgesagt werden. Dafür plauderte der britische Ausschussvorsitzende Malcom Harbour von den Konservativen mit den Gästen aus Nordhessen.

Nach vielen Einblicken in die Parlamentsarbeit folgte ein genoss die Gruppe den Ausblick aus dem 12. Stock des Parlamentsgebäudes auf Brüssel. Durch die hektischen Straßen, über den belebten Grand Place und zum skurrilen Manneken Pis – auch le Petit Julien genannt – hatte zuvor bereits ein unterhaltsamer Stadtführer die Reiseteilnehmer aus dem Schwalm-Eder-Kreis gelotst.

Bei einem gemeinsamen Abendessen mit der Abgeordneten Barbara Weiler überbrachte SPD-Geschäftsführer Hans Griese die Grüße von Landrat Frank-Martin Neupärtl und dankte der Abgeordneten für ihre Tätigkeit in den vergangenen 20 Jahren. Weiler habe sich immer für Projektförderung der Europäischen Union im Schwalm-Eder-Kreis eingesetzt. Einige Millionen Euro seien so in den Landkreis geflossen.

Barbara Weiler bewirbt sich aus Altersgründen nicht mehr für das EU-Parlament. Neue Kandidatin ist die Dipl.-Ökonomin Martina Werner aus Kassel. Am Dienstag, 29. April, tourt die Kandidatin ab 10.00 Uhr durch den Schwalm-Eder-Kreis, um ihren Slogan zu propagieren: "Ich trete ein für die Interessen Nordhessens in der EU. Nordhessen als liebens- und lebenswerte Region benötigt eine starke Stimme in Brüssel. Dafür setze ich mich ein."

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