Sicher am Steuer: Der erst 21-jährige Martin Momberg aus Wollrode gehört zu Deutschlands besten Autofahrern

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Wollrode. Als Martin Momberg aus Wollrode vor drei Jahren endlich seinen Führerschein in der Tasche hatte, wollte sein Vater lieber nicht auf dem Be

Wollrode. Als Martin Momberg aus Wollrode vor drei Jahren endlich seinen Führerschein in der Tasche hatte, wollte sein Vater lieber nicht auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. "Ich bin lieber mit Mama gefahren, denn Papa hat immer gemeckert und hatte Angst um sein Auto", erzählt der Student lachend. Inzwischen dürfte sich das geändert haben: Denn der jetzt 21-Jährige darf sich offiziell zu "Deutschlands besten Autofahrern" zählen.

Zum 23. Mal wurde die Aktion von der Zeitschrift "AutoBild", dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und seinen Kooperationspartnern durchgeführt. Auch in diesem Jahr stand sie wieder unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers.

100.000 Bewerber

Aus rund 100.000 Bewerbern wurden 1.500 Teilnehmer ausgelost. Darunter auch Martin Momberg. "Ich hab mich natürlich riesig gefreut überhaupt dabei sein zu dürfen", so der angehende Wirtschaftswissenschaftler.

Zunächst ging’s zur Vorrunden-Ausscheidung auf den Euro-Speedway in die Lausitz. "Da hatte ich 40 Konkurrenten", erzählt Momberg, "darunter zahlreiche Berufskraftfahrer mit viel Erfahrung."

Er selbst ist der Jüngste. Doch am Ende auch der Beste. Mit Abstand hat er die wenigsten Strafpunkte, gewinnt und darf sich auf’s Finale freuen.

Zugegeben: Das gute Abschneiden kommt nicht von ungefähr. Die ganze Familie hat Benzin im Blut. Der Vater arbeitet als Ingenieur bei VW in Baunatal. Der kleine Martin Momberg sammelt Modellautos und schaut jedes Formel-1-Rennen. Eine Welt die ihn fasziniert und auch nicht mehr loslässt.

Auf der Rennstrecke

Mit 17 Jahren macht er seinen Führerschein. Sein erster Wunsch: Ein professionelles Rennfahrer-Training. "Da ich noch nicht ohne Begleitung fahren durfte musste mein Vater mich hinbringen", erinnert sich Momberg. Erst auf der Rennstrecke darf er Gas geben.  "Da habe ich ganz viel mitgenommen", sagt er.

Bremsen und Ausweichen

Erfahrungen die er gut gebrauchen kann, denn im Finale auf dem LuK Driving Center in Baden-Baden steht sich die kleine Schar der besten Autofahrer Deutschlands gegenüber. Neben theoretischem Wissen ist fahrpraktisches Können gefragt. Zu den Praxisübungen zählen das Bremsen und Ausweichen auf nasser Fahrbahn, der ungebremste Spurwechsel sowie ein Slalom auf Zeit.

Den Slalom kann Momberg  auch gegen die stärksten Konkurrenten für sich entscheiden. Doch er ist durch eine Grippe gehandicappt. "Am Schluss hat es mit der Konzentration einfach nicht mehr geklappt", sagt er traurig. Deshalb wurde es auch nichts mit einem Platz auf dem Podium. Deshalb will er im nächsten Jahr unbedingt wieder antreten.

Einen Titel hat Momberg jedoch jetzt schon: Er darf sich "Botschafter für Sicherheit und Mobilität" nennen. "Ich verstehe das als Auftrag", sagt der junge Mann, "bei meinen Altersgenossen für vernünftiges Fahren zu werben."

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