Sorge wegen Fukushima – Mahnwache in Homberg

Homberg. "Die furchtbaren Ereignisse in Japan erinnern uns plötzlich wieder an die unbeherrschbare Atomenergie und ihre Tod bringenden Folgen. A

Homberg. "Die furchtbaren Ereignisse in Japan erinnern uns plötzlich wieder an die unbeherrschbare Atomenergie und ihre Tod bringenden Folgen. Atomenergie verträgt keine Fehler, keine Zwischenfälle. Störfälle sind nicht beherrschbar und gefährden unmittelbar Millionen Menschen."Mit diesen Worten hatte das Bündnis 90 / Die Grünen auch in der Kreisstadt Homberg für Samstag zu einer überparteilichen Demonstration für den Atomausstieg in Deutschland eingeladen. Die Katastrophe in einem hochtechnisierten Land habe der Welt deutlich vor Augen geführt, wie falsch es sei, "das Höllenfeuer" als technisch beherrschbar und eindämmbar darzustellen. Die Kundgebung sollte auch die Anteilnahme der Homberger für die Menschen in Japan dokumentieren.

Es geht auch regenerativ!

Mit Infoständen und Spruchbannern waren die Mahnwächter auf dem Homberger Marktplatz präsent. Sie diskutierten untereinander ebenso über die aktuellen Ereignisse von Fukushima wie auch die Explosion des Tschernobyl-Reaktors vor 25 Jahren. "Auch wenn wir hier in Deutschland die Folgen weitgehend verdrängt haben: Für die Menschen in der Region um den Reaktor sind sie nach wie vor allgegenwärtig", sagte der Fraktionschef der Grünen im Stadtparlament, Klaus Bölling. Hombergs belarussische Partnerstadt Stolin liege in der Falloutzone und es sei hinlänglich bekannt, dass sich das Leben der Menschen dort 25 Jahren grundlegend verändert hat. "Die Menschen in unserer Partnerstadt müssen mit einer Gefahr leben, die sie nicht sehen, nicht riechen und nicht schmecken können, die aber allgegenwärtig ist. Die auch nach 25 Jahren Kinder krank macht."Gemeinsam warben die Demonstranten für den Ausbau umweltfreundlicher Energieformen. Sonne, Wasser, Wind – das seien regenerative Energien, die auch im Schwalm-Eder-Kreis verfügbar sind. Bölling     wörtlich: "Die Partnerschaft mit der Stadt Stolin in der weißrussischen Tschernobylregion ist auch eine Verpflichtung, gegen Atomkraft einzutreten. Wir wollen kein Moratorium. Diese todbringende Energie muss endlich abgeschaltet werden. Für immer!"

Fukushima am Montag evakuiert

Japan. Das havarierte Atomkraftwerk Fukushima ist Agenturmeldungen zufolge am Montag teilweise evakuiert worden. Nachdem aus Reaktor 3 gegen Mittag Ortszeit Rauch aufgestiegen war, seien die Arbeiter vorerst in Sicherheit gebracht worden. Das soll Reaktorbetreiber "Tepco" mitgeteilt haben. Reaktor 3 ist mit hochgiftigen Plutonium-Brennstäben bestückt. Später soll auch über Block 2 Rauch aufgestiegen sein. Der Reaktor 2 war am Sonntag wieder ans Stromnetz angeschlossen worden. Ob die Kühlpumpen wieder in Betrieb genommen werden konnten, stand zu Redaktionsschluss nicht fest.

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