Beiseförth: Familie Smakulski erfüllt sich Blockhaus-Traum

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Ihren Ursprung haben Blockhäuser in der Alpenregion: Lena, Finn, Martina und Christian Smakulski bringen dessen Flair nach Beiseförth.
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Für eine noch bessere Isolierung wurde Dämmwolle in die Stämme eingelegt.
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Das Besondere: Fenster werden erst zum Schluss reingeschnitten.

Malsfeld. Holz ist seine Leidenschaft: Schon im Kindesalter verbrachte Christian Smakulski gerne Zeit im Wald und begleitete oft seinen Vater beim Holz machen. So war auch die berufliche Entscheidung schnell gefallen, dass der Beiseförther in der Forstwirtschaft arbeiten möchte. Denn dort kann er seine Naturverbundenheit am besten ausleben. Den Traum, selbst ein Holzhaus zu bauen, hegte er auch schon lange. Kam aber erst jetzt dazu, ihn zu verwirklichen.

Durch Kontakte zu Leuten aus Baden Würtemberg lernte er Ralph Pfersich(dieblockhausbauer.de) kennen. „Er ist ein Experte und Profi auf dem Gebiet und hat schon zig Häuser und Chalets gebaut.“ So kam die Idee zum eigenen Haus. Rund 100 Quadratmeter groß soll es werden. Die erste Etage ist bereits fertig. Bis es losgehen konnte, war natürlich erst einmal viel Bürokratie zu erledigen. Wir brauchten einen Architekt, einen Statiker und einen Bauherr.

Dann konnte es losgehen. Die acht mal neun Meter große Bodenplatte wurde bereits im Frühjahr gegossen, der Holzbau begann im Juni. Da Christian die passenden Baugeräte besitzt, erfolgt der Aufbau überwiegend in Eigenleistung mit seiner Familie. Das wirkt sich natürlich auch auf die Baukosten aus, denn normalerweise muss man für ein Blockhaus in der Größe rund 80.000 Euro aufwenden.

Das Besondere: Fenster werden erst zum Schluss reingeschnitten. „Da muss man sich schon sicher sein, wo man Fenster hinhaben möchte. Denn später ist nichts mehr mit zumauern.“ Wenn das Haus fertig ist, muss es auch erst einmal ein Jahr trocknen und zwischenzeitlich geölt werden. Auch wenn die Familie und vor allem Tochter Lena am Liebsten sofort selbst einziehen möchten, ist das Haus erst mal zur Übernachtung für Monteure oder Fahrradfahrer gedacht. Rund 40 Bäume werden für den Bau benötigt. Sie werden in Steckverbindung aufeinandergelegt. Dafür sind natürlich einige Sägearbeiten nötig. Das Baumaterial, das Fichtenholz, hat Christian aus der Region gekauft. „Ich hab die Stämme selbst geschlagen. Bevor sie verlegt werden, habe ich sie für noch bessere Isolierung ausgehöhlt und mit Dämmwolle versehen.

„Es ist viel Arbeit, aber es macht Spaß“, schwärmt die Familie. Das Dach wird einen deutlich größeren Überstand als bei anderen Häusern üblich bekommen. Denn der Überstand bietet Schutz vor Wind und Wetter. „Und wir können dort so eine typisch amerikanische Schaukel anbringen.“ freuen sich die Beiseförther.

Die Innenwände werden ebenfalls mit Leinenöl behandelt. Einzige Ausnahme ist das Badezimmer. Das wird mit Vorsatzwänden versehen, die danach gefliest werden. Einer der vielen Vorteile eines Holzhaus ist das tolle Raumklima, in dem sich auch Allergiker und Asthmatiker wohlfühlen. Denn: Holz nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf, speichert sie und gibt sie bei Trockenheit wieder ab, was für eine stabile Luftfeuchtigkeit sorgt.  „Ein Blockhaus aus Baumstämmen ist auch immer ein Unikat.“ Und der Baustoff ist nachhaltig und nachwachsend.  Ein paar negative Eigenschaften hat es aber auch: So kann durch Setzung des Holzes ein Knarzen und Knacken zu hören sein. Und: Holz dunkelt mit der Zeit nach.

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