Standorte in Hessen: Von Kürzungen und Schließung betroffen - Mit Kommentaren der Bürgermeister

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Fritzlar / Rotenburg / Schwarzenborn. Lange wurde gemutmaßt, spekuliert und gehofft. Am Mittwoch dann die Gewissheit. Die Bundeswehr Standorte im Sch

Fritzlar / Rotenburg / Schwarzenborn. Lange wurde gemutmaßt, spekuliert und gehofft. Am Mittwoch dann die Gewissheit. Die Bundeswehr Standorte im Schwalm-Eder Kreis bleiben erhalten - Allerdings  mit Einschnitten. Im Landkreis Hersfeld Rotenburg sieht es anders aus, hier steht der Alheimer Kaserne die Schließung bevor.

Die Pläne des Ministeriums sehen vor, dass die in Fritzlar stationierte Luftbewegliche Brigade 1 mit ihren rund 200 Soldaten in den kommenden Jahren aufgelöst werden soll. "Die Soldaten werden in bestehende Strukturen untergebracht", so der Stellvertretende Brigade Kommandeur Oberst Lothar Krass.

Insgesamt wird sich die Zahl in der Georg-Friedrich-Kaserne von derzeit 2000 auf rund 1400 Soldaten reduzieren. Doch bereits jetzt ließ man verlauten, dass die Pläne wiederum vorsehen, ein Feldjägerregiment in der Domstadtkaserne zu platzieren.

"Der Abbau wird innerhalb der nächsten sechs bis sieben Jahre stattfinden. Es existiert noch kein Zeitplan". Erste Auswirkungen werden frühestens 2013 erwartet. Momentan bereite sich die Brigade auf Afghanistan vor.

Das Kampfhubschrauberregiement 36 "Kurhessen" um Oberst Ulrich Ott mit seinen derzeit zehn Kampfhubschraubern vom Typ Tiger, wird auf insgesamt 40 aufgestockt. Im Gegenzug wird das Regiment in Roth aufgelöst. Krass: "Für Fritzlar sprach die zentrale Lage für den Flugbetrieb in Deutschland".

Die Domstadtkaserne wird ein "Kompetenzzentrum für den Tiger", so der Stellvertretende Brigade Kommandeur weiter. Das erfreute auch Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange der bei einer "zukünftigen Berufsarmee eine Verbesserung des Wirtschaftsfaktors" sieht.

Die Zukunft des Truppenübungsplatzes in Schwarzenborn sieht dagegen eher düster aus. Eine offizielle Entscheidung blieb zunächst aus. Auch unklar bleibt die Zuordnung des Fachsanitätszentrum in Fritzlar. "Vermutlich werden Sanitätsunterstützungszentren folgen", so der Oberstarzt Dr. Robert Blenk.

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Das sagen die Bürgermeister

Schwarzenborn. Die Erleichterung über den Standorterhalt überwiegt bei Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann.     Ein wenig Wehmut spielt in seine Aussage rein, dass er mit der Reduzierung des Jägerbatallions eben leben müsse. Ansonsten sieht er seinen Standort auch für die Zukunft gut gerüstet: Es gäbe günstigen, gut angebundenen Wohnraum und eine gute Kinderbetreuung.Eventuell steuere man bei der Infrastrukturentwicklung nach. Kaufmann in Richtung Kaserne: "Schön wäre es, wenn uns zugetragen würde, was nach Ansicht der Soldaten verbesserungswürdig ist".

Fritzlar. Fritzlars Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange ist  positiv gestimmt. "Die Kaufkraft wird gestärkt, nicht geschwächt," sagt er im Hinblick auf die zunehmende Präsenz von Berufssoldaten. Lange ist sich sicher, dass durch Attraktivität der Stadt mit einer Reihe von Angeboten, die sonst nur in Oberzentren zu finden sind, auch die weitere Zukunft des Standortes gesichert ist.

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