Stau in Treysa ist purer Stress

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Treysa. Die Bauarbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße stellen die Autofahrer und Anwohner auf eine harte Geduldsprobe.

Treysa. Der Stress beginnt für Bernd Felgenhauer aus Lahntal bei Marburg bereits auf dem Weg zur Arbeit. Morgen für Morgen quält er sich durch den Berufsverkehr. Es sind rund 53 Kilometer bis zu seiner Arbeitsstelle in Ziegenhain, dafür braucht er eine gefühlte Ewigkeit. In Schwalmstadt heißt es dann erstmal Stillstand.

Am Montag ist Geduld gefragt

Die Straßenbauarbeiten an der B 454 / Friedrich-Ebert-Straße stellen die Autofahrer jeden Tag auf eine harte Geduldsprobe. Bis zu einer halben Stunde stehen sie im Baustellenstau. Der Verkehr wird durch eine Ampel geregelt. Seit rund drei Monaten erneuert Hessen Mobil die Fahrbahn. Die Gesamtbaukosten liegen bei rund 1,17 Millionen Euro. Zwar ist ein Ende der Baumaßnahme in Sicht, ab dem morgigen Montag wird es aber nochmal besonders hakig – die "Hazienda-Kreuzung" wird aufgerissen. Die Zufahrten von der Zwalmstraße und dem Sportweg aus sind dann gesperrt. Auch die Friedrich-Ebert-Straße wird für den Geradeausverkehr halbseitig gesperrt. Aufgrund der längeren Ampelschaltungen ist auch diesmal mit einem erheblichen Rückstau in beiden Richtungen zu rechnen.

Vor allem Autofahrer sind alles andere als erfreut über die Baumaßnahme. Unzählige Berufspendler passieren täglich die Friedrich-Ebert-Straße. "Natürlich nervt das lange Warten", sagt Felgenhauer verärgert. Aufgrund der Ampelanlage gerate man zu den Hauptverkehrszeiten in einen regelrechten Stau, so der 50-jährige Lahntaler. Das wiederum raube ihm jeden Tag wertvolle Zeit, stehe er doch nachmittags zwanzig bis dreißig Minuten in der Baustelle.

Auch die Anwohner leiden

Doch damit nicht genug: "Die Anwohner trifft es noch schlimmer als die Berufspendler", ist sich eine Anwohnerin, die anonym bleiben möchte, sicher. Seit bereits drei Monaten seien Anlieger nun schon eingeschränkt. 14 Tage lang war eine Zufahrt zum Grundstück der Anwohnerin nicht möglich. Immerhin habe die Baufirma im Vorfeld umfassend über das Projekt informiert. Ein schwacher Trost, denn die Baufahrzeuge sind auch in den Wohnungen der Menschen nicht zu überhören. Zuschüsse für Schallschutzfenster gab es auf Anfrage der Bewohner dennoch nicht. So haben inzwischen einige Familien ihre schallgeschützten Fenster aus eigener Tasche bezahlt. Unabhängig vom Lärm bleibt eine weitere Sorge bestehen: "Wenn die Straße ausgebessert ist, werden die Autos, LKWs und Kleintransporter hier noch schneller durchfahren als bisher", befürchtet die Anwohnerin. Es sei keine Seltenheit, dass Fernkraftfahrer ihre Fahrzeuge mit bis zu 80 km/h durch die Stadt peitschen.

Die gute Nachricht: "Die morgen beginnenden Arbeiten an der Haziendakreuzung markieren das baldige Ende der Baumaßnahme", sagt Bürgermeister Dr. Gerald Näser. Bis Ende der kommenden Woche soll sich die Situation deutlich entspannen. Bis dahin wünscht er den Schwälmer Autofahrern weiterhin die nötige Geduld.

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