Steine für das Skispringen: Ohne Unterstützer droht dem Weltcup das Ende

Von MARCUS ALTHAUSWillingen. Der Ski-Club Willingen (SCW) braucht dringend finanzielle Unterstützung.  Wenn nicht bis Spätherbst 2012 ein neuer Kam

Von MARCUS ALTHAUS

Willingen. Der Ski-Club Willingen (SCW) braucht dringend finanzielle Unterstützung.  Wenn nicht bis Spätherbst 2012 ein neuer Kampfrichterturm und eine fest installierte Flutlichtanlage stehen, droht Willingen als Austragungsort für das Internationale Weltcup-Skispringen das Ende.

Der Internationale Skiverband (FIS) hat dem Ski-Club ein Ultimatum gesetzt. Die Bauprojekte für rund 2,2 Millionen Euro sind am Mühlenkopf umzusetzen.  Seit Jahren war der Kampfrichterturm seitens des FIS gefordert. Jetzt muss der Ski-Club handeln. Die zeitliche Umsetzung sei kein Problem, aber finanziell muss Hilfe her.

"Wir führen seit Wochen Gespräche auf allen politischen Ebenen, um Fördergelder der öffentlichen Hand für die geforderten Baumaßnahmen zu erhalten", beschreibt Ski-Club-Präsident und OK-Chef Jürgen Hensel die Situation. Der Landkreis hat bereits signalisiert 10 Prozent der veranschlagten Kosten zu übernehmen. Der SC Willingen geht aber davon aus, dass auch mit hoffentlicher Unterstützung des Landes und Bundes weiterer Maßnahmen bedarf, "weil am Ende jeder Euro zählt und wichtig ist".

Mit der Aktion "Bausteine für die Mühlenkopfschanze" soll eine Anschubfinanzierung möglich gemacht werden. Die "Bausteine " im Wert von 20 bis 1.000 Euro können von jedem beim Ski-Club Willingen erworben werden, der die notwendigen Baumaßnahmen im Weltcup-Stadion am Mühlenkopf unterstützen will.

"Die  finanziellen Mittel aus dieser Aktion sollen als zweckgebundene Investition einen wichtigen Beitrag leisten und darüber hinaus die breite Zustimmung der Menschen vor Ort für die Sicherung des Willinger Weltcup-Skispringens in der nahen Zukunft belegen." Wer einen Baustein kauft, wird im neuen Kampfrichterturm auf einer Tafel ohne die jeweilige Summe mit seinem Namen verewigt.

"Jeder aus dem Weltcup-Skispringen erwirtschaftete Euro fließt zweckgebunden in die Unterstützung der jungen Sportler des Vereins, die im Biathlon, Skilanglauf, Skispringen und in der Nordischen Kombination mit sehr großem sportlichen Ehrgeiz bei der Sache sind", so der Ski-Club.

Hensel hofft auf ein Zeichen aus der gesamten Region

"Wir hoffen darauf, dass die Aktion ein Erfolg wird und freuen uns über jeden, der uns unterstützt und mitmacht", so Jürgen Hensel weiter. Der Ski-Club und seine Mitglieder gingen "mit kühlem Kopf und heißem Herzen" an die Sache heran. Hensel: "Wichtig ist, dass wir alle gemeinsam ein Signal aussenden, wie wichtig der Weltcup für die Region ist."

Der für das Skispringen verantwortliche Renndirektor des Internationalen Skiverbandes (FIS), Dr. Walter Hofer, sei von der Eigeninitiative des Vereins und der Aktion begeistert. "Ihr Willinger packt es selbst mit an, das finde ich riesig", teilte der Österreicher dem SCW mit.

Sollte der mehr als 100 Jahre alte Ski-Club Willingen mit seinen über 1.100 Vereinsmitgliedern nicht auf die breite Unterstützung treffen, verliert die Region ein sportliches Highlight, das seines Gleichen sucht.

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