Auf der Suche nach Gift im Boden

Von JOCHEN SCHNEIDERSchwalm-Eder. Die ehemalige Teerpappenfabrik Riehm in Grifte (wir berichteten) war einer der dicksten Brocken des Abschlussprogram

Von JOCHEN SCHNEIDERSchwalm-Eder. Die ehemalige Teerpappenfabrik Riehm in Grifte (wir berichteten) war einer der dicksten Brocken des Abschlussprogramms fr kommunale Altlastenentsorgung in Hessen. Die Gifte in Grifte sind weitgehend beseitigt. Womglich schlummert aber im Schwalm-Eder-Kreis darber hinaus noch einiges im Boden. Bis 2015 soll auch der Rest saniert sein. So sieht es das Landesprogramm vor. Mangelnden Informationsfluss sieht die FDP im Schwalm-Eder-Kreis. Das Ergebnis der liberalen Anfrage beim RP haben auch wir uns zukommen lassen. Das Regierungsprsidium Kassel berichtet aus dem hiesigen Landkreis von drei konkreten Sanierungsmanahmen, aber von acht Einzelfallrecherchen, 79 orientierenden Untersuchungen, von einer vertiefenden Untersuchung sowie von 571 Fllen aus der Altflchendatei. In allen Fllen muss geklrt werden, ob sich Altlasten im Boden befinden. Ehemaliges Gaswerk HombergDas Hauptaugenmerk liegt seit Abschluss der Sanierung in Grifte auf dem ehemaligen Gaswerk im Homberger Davidsweg. Hof und Teergrube sind bereits saniert. Aber unter dem Gebude befinden sich noch Verunreinigungen, die vom Regen ins Grundwasser gesplt werden knnen, sobald es abgerissen wird. Ein Abriss steht nicht in Aussicht, sagt Brgermeister Martin Wagner dazu. Die alte Liegenschaft soll auch knftig als Lager fr den Bauhof dienen. Die Gemeinde Niedenstein kommt in dem Bericht vom RP besonders oft vor. Das bedeutet allerdings nicht, dass in Niedenstein besonders viel Gift im Boden ist. Sondern eher, dass der Magistrat seine Aufgabe ernst nimmt, Verdachtsflle anzugeben. Schlielich geht es auch um Zuschsse, die vom Land fr Sanierungen flieen knnen. Wie auch in Willingshausen gibt es dort fr vier Areale Recherchen hinsichtlich des Untersuchungsbedarfs, und eine weitere vertiefende Untersuchung, um Sanierungsbedarf festzustellen oder auszuschlieen. Geerbt hat die Stadt Niedenstein Altlasten frherer Deponien. Jede der einst selbststndigen Gemeinden, die heute Stadtteile sind, hatte bis in die 60-er Jahre eine eigene.Die Hlle untersuchtBrgermeister Werner Lange: Wahrscheinlich wird nichts gravierendes gefunden. Das habe sich bei der ehemaligen Deponie zwischen Kirchberg und Metze, im Volksmund Hlle genannt, bereits nach Untersuchungen besttigt. Die Anregung des RP fr diesen Bereich: Eventuell die Oberflche besser abdecken. Laut Lange nicht sehr vorteilhaft, denn dort habe sich in den ber vier Jahrzehnten seit Schlieung der Deponie ein Biotop gebildet. Ex-Deponien und Grundwasser Die Grundwassermessstellen der ehemaligen Kreis-Mlldeponien in Gundensberg und in Altmorschen behielt der RP in den vergangenen Jahrzehnten im Auge. Die Werte sinken kontinuierlich, deshalb ist eine weitere Beobachtung nicht erforderlich, sagt Rainer Kallenbach, beim RP fr Altlasten zustndig. Deshalb werden die Messstellen abgebaut.

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