Im Süden viel Neues: Die Region Schwalm startet durch

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Schwalm-Eder. "Das noch junge Jahr 2013 wird ein gutes Jahr für den südlichen Schwalm-Eder-Kreis", dem ist sich Landrat Frank

Schwalm-Eder. "Das noch junge Jahr 2013 wird ein gutes Jahr für den südlichen Schwalm-Eder-Kreis", dem ist sich Landrat Frank-Martin Neupärtl sicher. In kaum eine andere Region wird derzeit so viel Geld und Vertrauen investiert, wie in das kulturreiche Gebiet   rund um Schwalmstadt. Diese Prognose traf Neupärtl am vergangenen Mittwoch anlässlich einer Südkreisbereisung.

Mit an Bord: Die Bürgermeister Dr. Gerald Näser (Schwalmstadt), Heinrich Vesper (Willingshausen), Präsident der Handwerkskammer Kassel Heinrich Gringel,  die Landtagsabgeordnete Regine Müller, der Chef­redakteur der Extra-Tip Mediengruppe Rainer Hahne, Jens Becker (Fachbereichsleiter Grundstücks- und Gebäudewirtschaft), Michael Schneider (Büroleiter Landratsamt), Rainer Geisel (Wirtschaftsförderung SEK) sowie Eckhard Knauff (Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation).

Unkenrufen zum Trotz

Die großen Baustellenfahrzeuge am geplanten A-49 Tunnelausgang in Frankenhain sprechen eine deutliche Sprache: "Allen Unkenrufen zum Trotz: Die Autobahn muss gebaut werden und das wird sie auch", sagte Neupärtl. Für die Unternehmen und Beschäftigten im Schwalm-Eder-Kreis sei dies ein wichtiger und zukunftsorientierter  Schritt.

"Und auch wenn das Projekt von Initiativen wie ,Schwalm ohne Autobahn’ dem NABU und den Grünen unentwegt torpediert wird, steht ein Großteil der Bevölkerung hinter dem Autobahnbau", unterstrich Dr. Gerald Näser.

Jens Becker vom Fachbereich  Grundstück und Gebäudewirtschaft: "Immer wieder hört man die Aussage, dass für die restlichen Teilabschnitte noch keine Kostenübernahme vorliegt. Das ist richtig und vor allem absolut normales Vorgehen. Die Kosten für eine Autobahn wurden noch nie in einem Rutsch bereitgestellt."

Eine wahre Erfolgsstory

Ein großes Stück Schwälmer Erfolgsgeschichte präsentierte sich der Delegation im Anschluss. Das Unternehmen WMZ Werzeugmaschinenbau in Ziegenhain blickt auf eine ereignisreiche 40-jährige Unternehmensgeschichte zurück. Im vergangenen Jahr knackte das Unternehmen erstmalig eine Umsatzgröße von 20 Millionen Euro. Rund zehn Prozent der 150 Mitarbeiter sind Auszubildende.

"Die Zugehörigkeit zur DVS-Gruppe sichert uns den zugriff auf die neuesten Technologien. Alle mechanischen Komponenten unserer Produkte werden vor Ort konstruiert. Das garantiert ein Höchstmaß an Qualität und Liefertreue", sagte Geschäftsführer Werner Schwalm.

Schwälmer geben Gas

Vollkommen geruchslos zeigte sich der nächste Orts­termin: Die rund drei Fußballfelder große Biogasanlage am Rand des Willingshäuser Orts­teils Ransbach. "Das ist  ein hochmodernes Anlagenkonzept, in welcher die Landwirte in besonderer Weise eingebunden sind. Sie liefern nicht nur die Rohstoffe wie Mais, Gras und Hühnermist, sondern sind auch zur Hälfte an dem Unternehmen beteiligt", sagte Bürgermeister Heinrich Vesper.

Zu 40 Prozent sind die städtischen Werke und zu den restlichen zehn Prozent die Firma Abicon aus dem Gilserberger Hochland daran beteiligt. "Das gewonnene Erdgas wird in Leitungen des Energieversorgers E.ON Mitte eingespeist. Die Gärreste dienen als vorzüglicher Dünger", informierte Betriebsleiter Christian Grabau.

Auch der landläufigen Meinung, dass die ganze Sache wortwörtlich zum Himmel stinkt, wurde der Garaus gemacht. "Wie sie riechen, riechen sie nichts", stellte Grabau fest.

Auf historischen Boden ging es im Anschluss. Das Museum der Schwalm im Steinernen Haus hat sich im Laufe der Jahre zu einem wahren künstlerischen Kleinod entwickelt. Das steht jetzt unter neuer Führung und rüstet sich für die Zukunft.

Erst vor wenigen Tagen wurde Konrad Nachtwey zum neuen Museumsleiter ernannt. Um das Museum als Kulturdenkmal für die Zukunft zu erhalten und mit seinen Exponaten weiterhin als Publikumsmagnet zu fördern, plant Nachtwey Anfang April eine große Ausstellung über Schwälmer Weißstickerei. "Die ist auf der ganzen Welt berühmt und spielt handwerklich ganz weit oben in der Königsklasse", sagt der 77-jährige Kunsthistoriker.

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