"Summer of Pioneers": Aus der Großstadt raus aufs Land

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Vom 1. Mai bis 31. Oktober soll der Homberger Marktplatz zu einem Campus für neues Leben auf dem Land werden.  Beim „Summer of Pioneers“ tauschen 20 kreative Köpfe aus allen Teilen Deutschlands ihren Arbeitsplatz in der hektischen Großstadt gegen das Leben und Arbeiten auf dem Land.

Vom 1. Mai bis 31. Oktober soll der Homberger Marktplatz zu einem Campus für neues Leben auf dem Land werden. Beim „Summer of Pioneers“ tauschen 20 kreative Köpfe aus allen Teilen Deutschlands ihren Arbeitsplatz in der hektischen Großstadt gegen das Leben und Arbeiten auf dem Land.

Homberg. In diesem Sommer soll der Marktplatz von Homberg zu einem Campus für neues Leben auf dem Land werden. 20 kreative Großstädter unter anderem aus Hamburg, Kassel, Berlin und Bonn tauschen ihre urbane Heimat für ein halbes Jahr gegen Leben und Arbeiten auf dem Land.

Mit „Summer of Pioneers“ – so heißt die Initiative von Journalist Frederik Fischer aus Berlin – sollen neugierige Menschen aus Ballungsräumen die Chance bekommen vorerst für sechs Monate dem Großstadttrubel zu entfliehen. „Digitalarbeiter, also Menschen, die für ihre Arbeit nur einen schnellen Internetanschluss benötigen, verlegen ihren Arbeits- und Lebensort aufs Land“, beschreibt Fischer die Grundidee, die hinter dem innovativen und noch recht jungen Projekt steckt. „Mit dem Projekt zeigen wir, welche Freiheiten die Digitalisierung und der Breitbandausbau auch in unserer Region bedeuten“, ergänzt Jonathan Linker von den HOMEbergern, die das Projekt in der Kreisstadt als Partner begleiten.

Die Pioniere genießen während ihres Aufenthalts ein Rundum-Sorglos-Paket aus möblierter Wohnung und Zugang zu einem gemeinsamen Coworking Space. Im Gegenzug stellen sie ihre Kreativität in den Dienst der Gastregion und entwickeln Angebote für spezifische Herausforderungen vor Ort – neben ihrer regulären Arbeit, die sie einfach mitbringen.

Auch wenn sich das Projekt in erster Linie an Digitalarbeiter richte, seien auch Handwerker und andere mutige Großstädter aufgefordert, sich auf das Experiment einzulassen, betont Fischer: „Hauptsache ist, sie können von überall aus arbeiten.“ Er selbst hatte bei der Erstauflage des Projekts vergangenes Jahr in Wittenberge auch die Möglichkeit genutzt, für ein halbes Jahr mit seiner Familie von Berlin in die ländliche Region Brandenburgs zu ziehen. Seine Erfahrung zeige, dass viele junge Menschen aus Ballungsräumen sich zwar einerseits nach einem entschleunigten Leben in ländlichen Regionen sehnen, den Schritt oft aber nicht wagen, da sie Angst haben, alleine dazustehen.

Davor brauchen sich die Teilnehmer des „Summer of Pioneers“ nicht zu fürchten. Von Anfang an werde es eine enge Zusammenarbeit mit den HOMEbergern geben, um so Kontakte innerhalb des Netzwerks in der Region zu knüpfen, verspricht Linker. „Diese Idee passt perfekt zu dem Ansatz, den wir als HOMEberger verfolgen.“ Bei dem Projekt sollen sich Stadt und Land auf Augenhöhe begegnen. Wichtigste Voraussetzung dabei sei, dass beide Seiten für den lebendigen Austausch offen sind und sich mit Neugier auf das Projekt einlassen.

Es sei ein Experiment, so Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz, den die auch in unserer Region fortschreitende Digitalisierung ermögliche. Beide Seiten können aus dem Projekt nur Erkenntnisse gewinnen. Nordhessen, der Schwalm-Eder-Kreis und insbesondere Homberg, seien eine tolle Region zum Leben und Arbeiten. Der „Summer of Pioneers“ biete nun die Möglichkeit das Potential auch kundzutun.

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