Tausende spendeten

B.Braun Mitarbeiter und Firmenleitung berreichen 230.000 Euro fr die Erdbebenopfer in Haiti Von ANDREAS BERNHARDMelsungen. Groe Hil

B.Braun Mitarbeiter und Firmenleitung berreichen 230.000 Euro fr die Erdbebenopfer in Haiti

Von ANDREAS BERNHARD

Melsungen. Groe Hilfsbereitschaft bei den Mitarbeitern von B.Braun aus Melsungen und anderen Standorten des Weltkonzerns weltweit. Tausende beteiligten sich in den letzten Monaten an einer Spendensammlung fr das von einem Erdbeben weitgehend zerstrte Haiti. Heraus kam am Ende die stolze Summe von 114.208 Euro. Da die Firmenleitung vorab versprochen hatte den Betrag zu verdoppeln und aufzurunden, konnte Stefan Stautner von der Katastrophenhilfe der Diakonie am Mittwoch 230.000 Euro in Empfang nehmen.

Wiederaufbau frdern

Wie Stautner betonte, ist dies die bisher grte Firmenspende fr Haiti, die bei der Diakonie eingegangen ist. Finanziert werden soll damit der Bau von Husern und der Wiederaufbau eines Krankenhauses sowie vier so genannter Gesundheitsposten in der Kstenregion Bainet mit rund 70.000 Einwohnern im Sden des Landes. Die Gesundheitsposten sind kleinere Ambulanzen, mit denen wir direkt bei den Hilfsbedrftigen sind, erklrte Stautner, dies habe sich in Lndern mit schlechter Infrastruktur bewhrt. Dort werden die Menschen zunchst medizinisch untersucht und in schwereren Fllen an ein Krankenhaus berwiesen. Schwerpunkt wird dabei die Geburtshilfe sein, so der Mitarbeiter der Katastrophenhilfe. Die Diakonie verfgt nach eigenen Angaben ber langjhrige Erfahrung in Haiti. Wir waren schon vor dem verheerenden Erdbeben dort, das kommt uns jetzt zugute, berichtete Stautner, der versicherte: Das Geld ist gut angelegt. Denn jetzt gebe es in dem bitterarmen und von politischer Unsicherheit geprgten Land die Chance fr einen Neuanfang.

Nachhaltige Hilfe

Wir haben bewut die Diakonie als Partner ausgewhlt, betonte Firmenchef Georg Ludwig Braun, weil ich wei, dass hier nicht nur irgendeine Firma mit dem Wiederaufbau beauftragt wird. Im Sinne einer nachhaltigen Hilfe mssten die Menschen vor Ort selbst etwas machen. Das, so Braun, habe den wichtigen Effekt, dass Arbeit geschaffen wird. Auch wolle man den Kontakt mit der Region nicht verlieren. Sie werden bald Braunianer in Haiti sehen, versprach der Firmenchef der Diakonie, der auerdem weitere Sachspenden zusagte. Den Kontakt zur Katastrophenhilfe hatte der Landespfarrer von Kurhessen-Waldeck, Dr. Eberhard Schwarz hergestellt, der ebenfalls zu Spendenbergabe nach Melsungen gekommen war. Er bedankte sich ausdrcklich bei den B.Braun Mitarbeitern. Den Dank griff Betriebsrtin Sonja Marie Siewert im Namen der Belegschaft auf und betonte noch einmal die Freiwilligkeit der Hilfsbereitschaft im Betrieb, bei der nach ihren Angaben niemand motiviert werden musste.

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