Telefonbetrüger: Abzocke mit Abo-Trick

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Region. Abgebrühte Masche: Unseriöse Firmen missbrauchen den guten Namen der hessischen Verbraucherzentrale, um Abos zu verkaufen.

Region. Bei der Verbraucherzentrale Hessen reißen die Beschwerden von Verbrauchern aus dem gesamten Bundesgebiet nicht ab: Sie wurden von angeblichen Mitarbeitern einer "Verbraucherzentrale Frankfurt", "Kassel" oder "Borken" angerufen. Die neueste Masche: Im Telefondisplay erscheint die Telefonnummer der Borkener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Hessen "05682-730230".

Angeblicher Helfer manipulieren Nummernanzeige

Die Anrufer manipulieren die Rufnummernanzeige und geben vor, den Angerufenen aus diversen Gewinnspiel- bzw. Lottospielverträgen heraushelfen zu wollen. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus: Dem Angerufenen werden Abo-Verträge untergeschoben und die Bankdaten erfragt. Daher warnt die Verbraucherzentrale die Verbraucher ausdrücklich davor, sensible Daten, wie zum Beispiel die Bankverbindung, am Telefon preiszugeben. Stattdessen sollte jeder verbotene Werbeanruf – auch und erst recht, wenn dieser mit einem Betrugsversuch verbunden ist – der Bundesnetzagentur und der Polizei mitgeteilt werden, sodass auch diese gegen die Anrufer vorgehen können.

Kein Einzelfall

Diese Betrugsserie ist jedoch kein Einzelfall. Immer wieder  kommt es vor, dass sich unseriöse Geschäftemacher den guten Namen der Verbraucherzentralen zunutze machen wollen, indem sie sich als Verbraucherschützer ausgeben. Auch im Internet gibt es immer mehr Unternehmen und Vereine, die zwar den Begriff "Verbraucherschutz" in ihrem Namen tragen oder damit werben. Diese stehen jedoch in keinerlei Verbindung zu den Verbraucherzentralen der Länder und dem Verbraucherzentrale-Bundesverband (vbzv).

+++ Experten-Tipps +++

So schützen Sie sich

Die Verbraucherzentrale Hessen weist ausdrücklich darauf hin, dass sie:

• keine Verbraucher anruft, um diesen Produkte, Beratungen, Mitgliedschaften oder sonstige Leistungen anzubieten• keine persönliche Daten von Verbrauchern nicht an Dritte weitergibt• weder auf ihrer Internetseite noch in anderen Publikationen oder in der Beratung Werbung für gewerbliche Anbieter macht und keine Empfehlungen für gewerbliche Anbieter ausspricht

Verbraucherzentrale Hessen warnt

"Verbraucher werden von der Verbraucherzentrale nur angerufen, wenn ein zuvor vereinbarter Termin verschoben werden muss. Gelegentlich  beauftragen Verbraucherzentralen oder der Verbraucherzentrale Bundesverband seriöse Institute mit einer Meinungsumfrage bei Verbrauchern", erklärte Ute Bitter von der Verbraucherzentrale Hessen. Diese legitimierten sich aber in ausreichender Weise und bewerben weder Produkte oder Dienstleistungen, noch fragen sie nach sensiblen Daten. Auch mit der sogenannten "Verbraucherschutzzentrale – Telefonische Rechtsberatung e. V.", die in vielen örtlichen Telefonbüchern zu finden ist, oder der "Verbraucherschutzzentrale – Telefonische Verbraucherberatung e. V." - steht die Verbraucherzentrale Hessen e. V. in keiner Verbindung.

+++ EXTRA-INFO +++

Beratungen und Beschwerden

Verunsicherte Verbraucher sollten sich im Zweifel an ihre Verbraucherzentrale vor Ort wenden, bevor sie vielleicht in eine Vertragsfalle tappen. Ein Beschwerdeformular, mit dem Verbraucher ihre Erfahrungen mit unerlaubten Werbeanrufen schildern können, gibt es von der Verbraucherzentrale Hessen e.V. auch online unter: www.verbraucher.de.

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