Thorsten Schäfer-Gümbel besucht Seniorenzentrum Jesberg

Jesberg. Dass es leckeren Fleischkäse nicht nur in Bayern gibt, sondern auch in Jesberg, wurde bei der Besichtigung des dortigen DRK Seniorenzentrum

Jesberg. Dass es leckeren Fleischkäse nicht nur in Bayern gibt, sondern auch in Jesberg, wurde bei der Besichtigung des dortigen DRK Seniorenzentrums durch Hessens SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel am Freitag Vormittag ausführlich erläutert. Der SPD-Politiker, der auf einer Rundreise durch Nordhessen unterwegs war, ließ sich vom DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau das fast einmalig in Hessen existierende Konzept des Älterwerdens genau erläutern.

So bietet das DRK inzwischen Stationäre Pflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege aber auch Ambulante Pflege unter einem Dach an. Eine Seniorenbeauftrage besucht Menschen zuhause und die hauswirtschaftlichen Hilfen unterstützen die Senioren bei alltäglichen Angelegenheiten. Man hat sich in der Vergangenheit viele Gedanken gemacht. So kam es auch zur Sanierung des Maximilianschlösschens. Das, was einst nur noch ein Schandfleck für Jesberg war, sieht heute dank vieler Förderprogramme wieder wie ein Schlösschen aus. Sechs betreute Wohnungen, eine Bücherei sowie eine Seniorenbegegnungstätte haben darin ihren Platz gefunden und "es wird von der Bevölkerung gut angenommen", erzählte Schlossherr Lau.

Jesbergs Bürgermeister Günther Schlemmer erläuterte kurz die Geschichte des Schlosses von Landgraf Karl von Hessen, "das jetzt über all die Jahre eine fest integrierte Einrichtung geworden ist", bevor er dem SPD-Chef als Appell mit auf den Weg gab: "Nehmt die Sorgen und Nöte der kleinen Kommunen wahr." Regine Müller, SPD-Landtagsabgeordnete des Schwalm-Eder-Kreises, war dankbar und stolz zugleich, dem Fraktionsvorsitzenden Schäfer-Gümbel "zwei solche Juwelen an sozialer Infrastruktur" zeigen zu können und verwies neben dem Seniorenzentrum Jesberg auch auf das der Diakonie in Frielendorf. Müller sieht die Notwendigkeit, sich um Ältere kümmern zu müssen, denn "die Anliegen der Senioren müssen uns ein großes Anliegen sein".

Dass man keine Angst vor dem demografischen Wandel haben muss, begründete der Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel: "Es ist was schönes, dass Menschen heute älter werden. Es ist nichts bedrohliches." Dass man in Jesberg und Frielendorf mit den Seniorenzentren eine tolle Möglichkeit geschaffen hat, um würdig alt werden zu können, läge an der politischen Zielsetzung vor Ort, die sich dieser wichtigen Verantwortung stelle. Schäfer-Gümbel weiter: "Bei der Seniorenarbeit geht es um einen Dienst am Menschen und dazu gehört vor allem Zeit und Aufmerksamkeit". Als "Partei der Arbeit und Gerechtigkeit" macht es ihm Sorgen, dass heute die hälfte aller unter 35 jährigen noch nie eine unbefristete Arbeit hatte oder im niedriglohn Sektor arbeitet. Für eine vernünftige Familienpolitik fordert der Landesvorsitzende der SPD Ordnung am Arbeitsmarkt. In dem Aufbau erneuerbare Energien sieht Schäfer-Gümbel gerade im ländlichen Bereich viele Chancen für Ausbildung und Arbeit. Mit den Worten "Wir im ländlichen Raum sind da, wir mischen uns ein", wünschte Thorsten Schäfer-Gümbel abschließend Jesbergs Bürgermeister Günther Schlemmer ein tolles Ergebnis für die anstehende Bürgermeisterdirektwahl.

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