Tierheim Beuern nimmt innerhalb von fünf Tagen 16 verwahrloste Hunde auf

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Belamy, Brahms und Taja sind drei der Mischlinge, die nun im Tierheim Beuern versorgt und gepfegt werden. Foto: Privat
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Auch Baku wartet nun auf ein neues Zuhause.
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Insgesamt acht Großpudel hat das Tierheim kürzlich aufnehmen müssen.

Tierleid gibt es nicht nur im Ausland, sondern auch in direkter  Nachbarschaft. Diese Erfahrung hat kürzlich das Tierheim Beuern machen müssen. Innerhalb von nur 5 Tagen nahm das Tierheim gleich 16 verwahrloste Hunde auf.

Felsberg. Tierleid gibt es nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland, in direkter Nachbarschaft, hinter geschlossenen Türen, auf Hinterhöfen, in Ställen und Zwingern, Kellern oder ähnlichem. Diese Erfahrung hat kürzlich das Tierheim Beuern – wieder einmal – machen müssen.

Innerhalb von nur fünf Tagen habe man in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt 16 Hunde aufgenommen, alle in keinem guten Allgemeinzustand, wie das Tierheim berichtet. „Die Woche begann am Montag, 15. Juni mit der Aufnahme von acht Großpudeln und endete am Freitag, 19 Juni, mit der Aufnahme von acht Mischlingshunden. Während die Pudel freiwillig im Tierheim abgegeben wurden, um die Auflage vom Veterinäramt zur Reduzierung des Tierbestands zu erfüllen, wurden die Mischlinge aufgrund schwerwiegender Mängel in der Tierhaltung vom zuständigen Amt sichergestellt.“ Nachdem das Ordnungs- und Veterinäramt verständigt worden sei, hätten die Beamten die Mischlingshunde, die unter schlechten hygienischen Bedingungen lebten und deren Gesundheitszustand besorgniserregend war in einem Kellerverschlag vorgefunden und in die Obhut des Tierheims gebracht.

Die Aufnahme, Unterbringung und ärztliche Versorgung der 16 Hunde ist ein finanzieller und personeller Kraftakt, der katastrophale Zustand einiger Hunde eine enorme emotionale Belastung für alle Mitarbeiter, heißt es vom Tierheim. Die Hunde hätten über lange Zeit in untragbaren hygienischen und nicht artgerechten Haltungsbedingungen gelebt. Sie seien weder medizinisch versorgt, noch richtig ernährt worden, beschreibt das Tierheim den desolaten gesundheitlichen Zustand seiner neuen Schützlinge. Einige von ihnen seien verängstigt und unsicher, stark abgemagert, unterversorgt und -ernährt. Bei Aufnahme im Tierheim seien sie ungepflegt und verdreckt gewesen und litten unter diversen Krankheiten. Drei der Hunden hätten sogar operiert werden müssen. Jetzt werden die Hunde im Tierheim Beuern versorgt und gesund gepflegt, bevor sie in ein neues Zuhause umziehen dürfen.

Leider komme es mittlerweile immer häufiger vor, dass Tiere in so einem desolaten Zustand ins Tierheim kommen, so das Tierheim. Man nehme die Ereignisse der letzten Woche daher zum Anlass, auf den sorgsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Tieren im Allgemeinen hinzuweisen. „Tierschutz fängt vor der eigenen Haustür an.“ Damit der Tierschutzgedanke seine Bedeutung behält, erfordere es viel Aufmerksamkeit, Vernunft, Mitgefühl und Unterstützung durch Mitbürger.

Kontakt: „Ein Heim für Tiere“, Steinbruchsweg 1a, 34587 Felsberg-Beuern, Tel.: 05662-6482 (14 bis 16 Uhr), info@tierheim-beuern.com, www.tierheim-beuern.com.

Spendenkonto: Kreissparkasse Schwalm-Eder, IBAN: DE69 5205 2154 0031 3131 33 (eso)

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