Was tropft denn da?

Felsberg. Jeder kennt es und manch einer verbindet es mit eher unangenehmen Dingen: Das Rathaus. Anfang der Woche stellte Paul Wieder, Amtsleiter des

Felsberg. Jeder kennt es und manch einer verbindet es mit eher unangenehmen Dingen: Das Rathaus. Anfang der Woche stellte Paul Wieder, Amtsleiter des Bau- und Umweltamtes Felsberg das Projekt Sanierung des Rathauses und des Bürgersaals vor. "Die 30 Jahre Nutzung sieht man dem Gebäude an", stellte Wieder dabei fest. Und wirklich wurde jedem Bürger spätestens an diesem Abend klar. Hier besteht Handlungsbedarf. Im Vorfeld wurde für das Felsberger Rathaus ein Energieausweis ausgestellt. "Das Ergebnis war zu erwarten", wie Wieder erklärte. Im angegebenen Spektrum erreicht das Gebäude in seinem jetzigen Zustand gerade mal den roten Bereich. Das sei allerdings kein Wunder, denn nach den Baustandarts in den 80-Jahren sei das völlig normal, so Wieder weiter.

Die vorhandene Wärmepumpe sei da, funktoniere aber nicht. Erfreulich sei, dass die dafür vorhandenen Brunnen intakt seien, was eine aktuelle Untersuchung ergeben hätte. Die Liste der Mängel ist alledings lang: drei von sechs Wärmetauscher im Keller sind defekt. "Im Winter herrschten in einzelnen Räumen teilweise Temperaturen zwischen 14 und 16 Grad! Der Hausmeister musste Heizlüfter besorgen, was auch nicht gerade stromsparend war", sagte Wieder. Die Wärmetauscher müssten also in Gänze ausgetauscht werden.

Dem Wetter ausgesetzt

Mittlerweile ist auch das Flachdach undicht, wodurch einige Feuchtigkeistschäden zu beklagen sind und es quasi von der Decke tropft. Und auch die Dachverkleidung ist verfault und beschädigt. Zwar sehe man diese Schäden nicht sofort, aber ignorieren könne man sie deshalb auch nicht, erklärte der Bau- und Umweltamtsleiter. Auch die Fenster haben schon mal bessere Tage gesehen. Teilweise sind sie bereits blind oder auch schon zugeschraubt worden, da sie energetisch alles andere als auf dem neusten Stand sind. Insgesamt sei die Sanierung einfach unabdingbar, da das Rathaus stolze elf Prozent des Gesamtstromverbrauchs der Stadt Felsberg ausmache! Insgesamt rechnet die Stadt mit rund 800.000 Euro an Kosten für die Sanierung des Bürgersaals, einschließlich der Erneuerung der Beleuchtung und der Gestaltung.

Für die Sanierung des Rathauses selbst muss wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. Ohne die wirklich großen Umbauten rechne man mit 2,5 Millionen Euro. Der geplante Fördermitteleinsatz liegt bei 50 Prozent der förderfährigen Kosten. Wieder informierte, dass sich das Rathaus seit 2005 im Sanierungsgebiet befinde. Fördervoraussetzung ist die durchgreifende Sanierung. Das heißt keine Reperaturen, sondern grundlegende Sanierungsmaßnahmen. Ins Auge gefasstes Ziel ist die Reduzierung der Energiekosten um 50 Prozent.

Extra Info

Das Rathaus in Zahlen

Felsberg. Um sich eine Vorstellung der Größenordnung der Sanierungsmaßnahme zu machen nannte Wieder folgende Zahlen des Rathauses:

- Heizung mit rund 210 KW (zum Vergleich Zuhause 14 bis 16 KW)

- Dachfläche hat eine Größe von 1.520 Quadratmeter

- Fensterflächen 700 Quadratmeter

- Wärmedämmung rund 1.100 Quadratmeter

- Neue Beleuchtung rund 1.800 Quadratmeter

Der neu gestaltete Bürgersaal hat eine Gesamtfläche von 1.700 Quadratmeter (inklusive Wände etc.) Geplant ist im Sommer mit ersten Maßnahmen zu starten.

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