Über jeden Berg gibt es einen Weg

Von M. EHRHARDT-MLLERMelsungen. Der Besuch von Karla Schefter im Dr. Horst-Schmidt-Haus in Melsungen hat schon Tradition. Einmal im Jahr kommt d

Von M. EHRHARDT-MLLER

Melsungen. Der Besuch von Karla Schefter im Dr. Horst-Schmidt-Haus in Melsungen hat schon Tradition. Einmal im Jahr kommt die Projektleiterin des Chak-e-Wardak-Hospitals in Afghanistan und berichtet ber ihre Arbeit und bittet gleichzeitig um Untersttzung fr die Menschen in Afghanistan. Sehr anschaulich und lebendig schilderte sie auch diesmal die aktuelle Situation am Hindukusch, untersttzt durch Fotos und Landschaftsaufnahmen.

Seit 1989 leitet Krala Scheffter das Hospital, in dem mehr als 70.000 Patienten jhrlich behandelt werden. Im nchsten Jahr besteht das Krankenhaus 20 Jahre zwei Jahrzehnte, in den Karla Schefter fast ununterbrochen ehrenamtlich in Afghanistan gearbeitet und Hilfe geleistet hat. All dies wre wohl nicht mglich gewesen ohne den Untersttzerkreises Afghanistan-Hilfe in Melsungen, geleitet von Dr. Ulrike Schnell und Gisela Witzel. Dr. Ulrike Schnell vom Frauennetzwerk Soroptimist kennt und untersttzt Karla Schefter schon seit vielen Jahren, genauso, wie Gisela Witzel, die auch schon einige andere Hilfsprojekte ins Leben gerufen hat.

In diesem Winter wurde von dem Hospital nun ein Lehrer eingestellt, berichtete Karla Scheffter, der den Kindern in Afghanistan vor- und nachmittags ganzjhrig Unterricht erteilt. Das Gehalt des Lehrers wird auch aus den Spendengeldern aus Melsungen finanziert.

Kinder sind wissbegierig

In Afghanistan mchte jedes Kind in die Schule gehen, betont die engagierte Projektleiterin. Die Kinder seien sehr wissbegierig, gben sich groe Mhe und wren darauf aus Lesen und Schreiben zu lernen.

Selbst lange Wege nehmen sie dafr in Kauf. Durch die Taliban war das Lernen fr ber 6 sechs Jahre lang zum Erliegen gekommen, vor allen Dingen fr Mdchen und Frauen. Aber wie Karla Schefter immer wieder betont: Bildung ist so wichtig, Bildung gibt Selbstbewusstsein. Es ist ganz wichtig, dass Mdchen und Frauen, auch auf dem Land, Lesen und Schreiben lernen knnen. Auch im Hinblick darauf, spter einen Beruf erlernen und unabhngig sein zu knnen, denn in dem Hospital werden Frauen zu Hebammen und Krankenschwestern ausgebildet.

Nach eigener Aussage versucht Karla Schefter alles mglich zu machen. Die Aussage Das geht nicht gbe es fr sie nicht, sagte sie: Es wird versucht, alles mglich zu machen, oder wie ein afghanisches Sprichwort sagt: ber jeden Berg gibt es einen Weg. Mit dieser Einstellung hat sie schon viel geschafft. Unermdlich wirbt sie fr ihr Projekt und man merkt ihr an, wie sehr ihr die oft mhsame Arbeit am Herzen liegt. Das Hospital ist weiterhin auf Spendengelder angewiesen, Spendenkonto: Konto-Nr.: 102 000 7249 bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder, (BLZ 520 521 54), Stichwort: Afghanistan-Hilfe.

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