Verdienstkreuz für Lobenshäuser Jungen

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Lobenhausen. Heinrich Schmoll wurde für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Lobenhausen. Ein waschechter Lobenhäuser Junge – das ist Heinrich Schmoll. Seit Jahrzehnten engagiert sich der 76-Jährige für das Gemeinwohl seines Heimatortes. Und genau für dieses Engagement ist der Fliesenlegermeister am vergagnenen Freitag mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

Bescheiden dankte er für die höchste Anerkennung, die das Land ausspricht und bemerkte gerührt: "So viel Lob an einem Tag ist gar nicht so einfach zu verkraften". Der Mensch, der an diesem Tag so hoch gelobt wurde, hatte selbst nur dankende Worte für eine: seine Frau Giselinde. Denn sie habe oft auf ihn verzichten müssen, wenn er wieder im Dienste des Ehrenamtes unterwegs gewesen sei. "Das Engagement für Ihren Heimatort Lobenhausen stand stets im Mittelpunkt Ihres Denkens und Handelns", betonte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in seiner Rede und weiter: "Heute jedoch stehen Sie im Mittelpunkt. Denn jetzt schlägt die Stunde des Dankes und der Anerkennung." Anerkennung für seine vielfältigen Ehrenämter.

Schmoll war Vorsitzender des Schützenvereins und im Ortsbeirat. Außerdem ist es Vorsitzender des Vereins zur Künstlerischen Ausgestaltung der Kirche Lobenhausen und ähnlicher Vorhaben. Dass die Kirche heute so aussieht, wie sie aussieht, ist zu großen Teilen Schmoll zu verdanken. Denn in seiner Amtszeit als Kirchenvorsteher der evangelischen Kirchengemeinde sorgte er für ihre Sanierung und Renovierung. Auch von innen wurde die kleine Lobenhäuser Kirche dank Schmoll zu einem echten "Kulturgut", wie Körles Bürgermeister Mario Gerhold betonte. Denn er erreichte, dass die Künstlerin Magret Knoop-Schellbach die Bemalung übernahm. Gerold merkte an, dass Schmoll der erste Bürger Lobenhausens sei, der mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde und dankte ihm für alles, was die Gemeinde ihm zu verdanken habe.

Unter den Rednern war auch Staatssekretär Mark Weinmeister, der Schmoll dazu aufforderte, seinen Orden zu tragen, denn er zeige den Menschen: "Da ist jemand, dem andere nacheifern sollten".

Für Musik sorgten Schmolls Enkelsöhne Henning und Steffen Meinecke. Sie spielten ihrem Großvater, passend zum freudigen Anlass, "Joy to the world".

Winfried Becker, Vizelandrat des Schwalm-Eder-Kreises, dankte Schmoll für sein Lebenswerk und rief den Sinn des Ehrenamtes ins Gedächtnis: "Es bleibt etwas vom Menschen". Dass hat Heinrich Schmoll geschafft. Durch sein unermütliches Engagement ist die Kirche in Lobenhausen immer sichtbares Zeichen seines Einsatzes für das Dorf.

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