Verein könnte helfen - Kommission gegründet: Jugendarbeit in Körle soll neue Finanzierungsgrundlage durch Spenden bekommen

Körle. Kann ein Förderverein die Finanzierungslücke in der Jugendarbeit Körles schließen, die durch den Ausstieg der Kirchengemeinde enstanden i

Körle. Kann ein Förderverein die Finanzierungslücke in der Jugendarbeit Körles schließen, die durch den Ausstieg der Kirchengemeinde enstanden ist? Diese Frage  soll eine fünfköpfige Kommission in den nächsten Wochen prüfen.

Das war zunächst das einzig greifbare Ergebnis eines Informationsabends, zu dem Bürgermeister Mario Gerhold am Donnerstag eingeladen hatte. Ein Konzept soll bis November gefunden sein, damit die Gemeindevertretung noch in diesem Jahr einen entsprechenden Beschluss  fassen könnte.

Vorbild in Melsungen

Die Vereinsidee hat ihr Vorbild im benachbarten Melsungen, wo die Arbeit des Jugendzentrums schon seit über 30 Jahren durch regelmäßige Spenden kofinanziert wird. "Das müsste bei uns doch auch möglich sein", zeigte sich Gerhold optimistisch, zumal unter den Anwesenden große Einigkeit darüber herrschte, die Jugendarbeit in ihrer bisherigen Form zu erhalten.

Wir brauchen einen kontinuierlichen Ansprechpartner für die Jugendlichen im Ort, so der Tenor der Wortmeldungen. Als Begründung brachten einige der Anwesenden zum Ausdruck, dass sie sich von Jugendpfleger Michael Urban erhoffen, dass er dazu beiträgt, die Heranwachsenden auf dem Pfad der Tugend zu halten. Andere wiederum betonten, dass  junge Menschen die sich positiv mit ihrer Gemeinde identifizieren, später eher bereit seien ehrenamtliche Funktionen zu übernehmen.

Weiterhin unklar ist, ob die Räume der Kirchengemeinde  weiterhin für die Jugendarbeit genutzt werden können. "Ich erwarte eine Entscheidung des Kirchenvorstands in den nächsten vier Wochen", betonte Gerhold. Mögliche Alternativen wollte er noch nicht diskutieren, deutete aber an, dass bei einem Umzug Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm möglich seien.

Kids wollen umziehen

Die Jugendlichen selbst brachten erneut zum Ausdruck, dass sie sich von der Kirche im Stich gelassen fühlen und lieber ein neues Domizil hätten. "Neue Räume würden für uns mehr Freiheit bedeuten und damit  auch mehr Jugendliche die mitmachen", so Felix Bakowies.

Lesen Sie auch:

Stellungnahme zum Artikel "Keinen Euro für die Kids" in den Heimat-Nachrichten vom 28. September.

und

Mit Gottes Segen voll im Regen – Evangelische Kirchengemeinde lässt Jugendarbeit in Körle im Stich

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