Versprochen ist versprochen

Von CHRISTINA WOLTERSAllendorf/Rommershausen. Schaut mal, das ist die Schule. Da hat schon eure Mutter Rechnen und Schreiben gelernt und ihr we

Von CHRISTINA WOLTERS

Allendorf/Rommershausen. Schaut mal, das ist die Schule. Da hat schon eure Mutter Rechnen und Schreiben gelernt und ihr werdet dort auch mal hingehen. Immer wenn Jrgen Sapara mit seinen beiden Kindern an der Brder-Grimm-Schule in Allendorf vorbei geht, fllt dieser Satz. Die Kleinen vertrauen auf die Worte des Vaters und freuen sich schon auf ihren ersten Schultag. Doch fr Sapara und die anderen Eltern war es ein harter Kampf, dieses Versprechen einzuhalten. Denn dem Schulstandort Allendorf drohte die Schlieung wegen sinkender Schlerzahlen.

Neuer Verein

Dass der Brder-Grimm-Schule dieses Schicksal erpart bleibt, hat sie dem Engagement der Eltern zu verdanken. Sie haben es geschafft, an der Grundschule eine Nachmittagsbetreuung zu installieren und somit Kindern berufsttiger Eltern zu ermglichen, weiterhin mit ihren Freunden in ihrem Heimatdorf zur Schule zu gehen. Viele Eltern haben berlegt, ihre Kinder in Schwalmstadt anzumelden, weil eine Nachmittagsbetreuung hier nicht vorgesehen war, erklrt Sapara. Um die Betreuung mglichst schnell einzurichten, haben wir einen neuen Verein grnden mssen. Der Frderverein der Grundschule Allendorf-Rommershausen trat vor den Sommerferien mit sieben Mitgliedern an den Start. Mittlerweile sind es schon 20.

Gutes Engagement

Es ist toll zu sehen, auf welches Engagement man stt, wenn erstmal ein Ansto gegeben wurde, sagt Grndungsmitglied Manuela Nau. Schmunzelnd fgt sie hinzu: Meine Tochter bruchte gar keine Nachmittagsbetreuung, will aber unbedingt dabei sein, weil ihre Freunde auch hier sind. Die Betreuung der Kinder haben ohne groes Nachfragen drei Mtter bernommen. Von 11.30 bis 16.00 Uhr sind Andrea Schmitt-Rau, Stefanie Richardt und Andrea Wickert Aufsichtspersonen, Spielgefhrten und Hausaufgabenhelfer in einem. Acht der insgesamt 27 Schler sind zur Nachmittagsbetreuung angemeldet. Manchmal wollen die Kinder gar nicht aufhren zu spielen, sagt Andrea Schmitt-Rau. Die Begeisterung der Schler spricht fr sich.

Mission geglckt

Die Mission des Frdervereins ist geglckt. Wir knnen es nur weiterempfehlen, sich nicht so schnell unterkriegen zu lassen, zieht Manuela Nau stellvertretend fr den ganzen Verein Bilanz. Es lohnt sich, auch die kleinen Schulen zu erhalten. Und so knnen Jrgen Sapara, Manuela Nau und die anderen Eltern heute ruhigen Gewissens mit ihren Kindern an der Grundschule vorbeigehen und sagen: Schaut, Kinder, hier knnt ihr auch weiterhin zur Schule gehen.

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