Vierteljahrhundert Rock in der Schwalm

Von ULRICH KSTERLoshausen. Es war wie bei einem Klassentreffen, als sich krzlich unzhlige Schwlmer Musikfans im Dorfgemeinscha

Von ULRICH KSTER

Loshausen. Es war wie bei einem Klassentreffen, als sich krzlich unzhlige Schwlmer Musikfans im Dorfgemeinschaftshaus Loshausen trafen. Eingeladen hatte der Loshuser Guldurferein (LGF), anlsslich seines 25-jhrigen Bestehens. Allen voran der 2. Vorsitzende Holger Riebeling, der an diesem Abend sein Buch 25 Jahre Rock im Park Loshausen vorstellte. Seiner akribischen Arbeit ist es zu verdanken, dass das letzte Vierteljahrhundert der heimischen Musikszene so kompakt fassbar und so ausgiebig bebildert dargestellt worden ist.

Lange Recherche

Es hat zweieinhalb Jahre gedauert, erzhlte Riebeling, und es hat viele Nerven gekostet. Um die Kosten mglichst niedrig zu halten, habe er das Layout selbst erstellt, wobei er auf sein umfangreiches Archiv ber das Festival zurckgreifen konnte. Auf den ersten Seiten des Buchs sind smtliche Plakate aus der 25-jhrigen Geschichte des Events, sowie eine Vielzahl an Bildern der Bands zu sehen. Wenn alles gut luft, geht es finanziell Null auf Null auf, sagte der 40-jhrige, der viel Herzblut in das Projekt gesteckt hatte. Ich glaube, dass es wieder ein Rock im Park geben wird, spekulierte er, aber zur Zeit ist erst einmal Pause. Die bisherigen Organisatoren seien familir und beruflich so eingebunden, dass es schwierig sei, ein weiteres Konzert auf die Beine zu stellen. Im LGF mangele es an Nachwuchs, wie in anderen Vereinen auch. Meine Shne rgern sich, dass es kein Rock im Park mehr gibt, sagte der stolze Vater und blickte in Richtung Bhne. Dort standen schon seine beiden Sprsslinge Hannes (10) und Magnus (12) mit ihren beiden Mitmusikern Hendrik Khler (12) und Maurice Doublier (13) bereit, um als Rollender Kies loszurocken. Mit Smoke on the water von Deep Purple begeisterten die vier Jungs ihr Publikum.

Wehmtiger Blick zurck

Es war immer eine schne Atmosphre im Park, erklrte Christian Gmpel wehmtig. Er selbst sei dreimal mit der Band Got no blues im Park aufgetreten. Die Veranstalter haben dafr gesorgt, dass immer ein groer Querschnitt geboten war, lobte auch Olaf Marquardt die Mischung der verschiedenen Musikrichtungen. Mit mindestens fnf Auftritten, in Formationen wie Brain Damage Orchestra oder Racca, gehrte er wohl zu den fleiigsten Teilnehmern. Das Buch ist ein Zeitdokument, fhrt er fort, es zeigt, dass die Schwalm immer kreativ war. Nach Rollender Kies trat noch das Trio Bluebardix auf und spielte bekannte Rockklassiker. Einige Musiker, die alle schon mal im Park aufgetreten waren, musizierten bei der anschlieenden Session noch bis weit nach Mitternacht und erfreuten sowohl das Publikum, als auch sich selbst. Bleibt zu hoffen, dass es auch zuknftig eine solche Musikveranstaltung im Park von Loshausen geben wird, damit junge Bands, wie Rollender Kies, auch in der Schwalm ein Forum bekommen.

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